Gartenweg am Hang - so legen Sie den Gartenweg in Hanglage richtig an

Gartenweg am Hang

Weg mit Hanglage

Die meisten Gärten werden begradigt, weil Hügel und Hang oft als wenig praktisch empfunden werden. Wenn es darum geht, einen Gartenweg am Hang anzulegen, hört man nicht selten, dass dies unmöglich sei oder horrende Summen verschlingen würde. Letzteres stimmt – zumindest, wenn Sie eine Fachfirma beauftragen. Wir verraten Ihnen, wie Sie in Eigenleistung und mit überschaubaren Kosten dennoch zu einem schönen Weg in Hanglage kommen. Denn diesen können Sie leicht selbst anlegen.

Beim Anlegen eines Gartenpfads in Hanglage muss unterschieden werden, ob der Weg mit dem Gefälle oder quer dazu verlaufen soll. Für einen steil nach oben bzw. unten verlaufenden Gartenpfad sollten Sie in der Hanglage eine Gartentreppe anlegen. Damit lässt sich die Höhe leicht und im Winter auch sicherer erklimmen. Für einen Weg parallel zum Hang bietet sich ein flacher Wegverlauf mit leichter Steigung an.

Gartenweg am Hang mit Palisaden stützen

Sicheren Gartenweg am Hang anlegen

Diese Arbeitsschritte bringen Sie zu Ihrem neuen Gartenweg am Hang. Wie auch beim Gartenweg selbst anlegen benötigen Sie für den Gartenweg in Hanglage einen entsprechenden Unterbau.

Fundament für alle Gehwege erforderlich!

Bei der Anlage des Fundaments spielt es keine Rolle, welchen Verlauf der Gartenweg am Hang nimmt – parallel zur Schräge oder dem Verlauf der Steigung bzw. dem Gefälle folgend. Auch wenn die Steigung durch eine Steintreppe überwunden wird, ist ein gut verdichtetes Fundament erforderlich. Der Unterbau dient dazu, dass die verlegten Gehwegplatten sich nicht im Laufe der Zeit absenken und dadurch der Steinweg in Hanglage zur Stolperfalle wird.

Wie hoch muss Fundament für Gehwegplatten sein?

Die Höhe des Unterbaus berechnet sich aus einer etwa 20 bis 25 Zentimeter starken Schotterschicht, einer 3 bis 4 cm dicken Sandschicht sowie der Dicke der zu verwendenden Gehwegplatten.

Bei Gehwegplatten in einer Stärke von 10 Zentimetern müssen Sie also über den gesamten Wegverlauf die Erde zwischen 33 und 39 cm tief abtragen. Nachdem das Erdreich entfernt ist, wird der Pfad zuerst mit der Schotter-, dann mit der Sandschicht ausgefüllt. Bei Hanglage ist es wichtig, auf besonders gute Verdichtung zu achten.

Vorsicht bei lehmhaltigen Böden am Hang!

Haben Sie in Hanglage Lehmboden, sollten Sie den Unterbau verdoppeln, da Lehmböden generell mehr Wasser speichern und deshalb mit mehr Bodenerosion zu rechnen ist. Je nach Lehmgehalt und Wetter kann bei einem lehmhaltigen Boden es sogar unbedingt notwendig sein, durch eine Drainage Wasser abzuleiten oder sogar einen Bodenaustausch vorzunehmen.

Fundament verdichten: für Steintreppe und Gartenweg am Hang

Der Unterbau für den Gartenweg am Hang muss vor dem Verlegen der Gehwegplatten gründlich verdichtet werden. Je sorgfältiger die Verdichtung erfolgt, desto weniger kommt es zum Absenken der Steine.

Bei kleineren Gartenwegen und Treppen kann die Verdichtung erfolgen, indem Sie eine Holzdiele auf die obere Schicht des Fundaments legen und darauf herumspringen. Achten Sie dabei, möglichst gleichmäßig mit Ihrem Körpergewicht das Fundament zu verdichten. Nur dann können Sie die Steinplatten mit Hilfe der Wasserwaage gerade verlegen.

Umso größer der Gartenweg ist, desto mühsamer wird die Fundamentverdichtung. Deshalb verwenden Sie am besten eine Rüttelplatte zum Verdichten, die Sie im Baumaschinenverleih gegen eine geringe Leihgebühr ausborgen können.

Gartenweg am Hang abstützen

Sobald Sie einen Gartenweg am Hang mit extrem steilem Gefälle selbst anlegen möchten, sollten Sie unbedingt den Gartenpfad auch seitlich abstützen. Ansonsten kann es bei stärkerem Regen oder Tauwetter dazu kommen, dass das Fundament unter den Gehwegplatten weggespült wird.

Unter Umständen bietet es sich auch an, durch Einbau einer Drainage das Abfließen von Wasser zu fördern.

Zum seitlichen Abstützen von Gehwegplatten in Hanglage gibt es mehrere Methoden. Sie können hierfür beispielsweise Baustoffe wie U-Steine, Holzpalisaden oder Betonpalisaden verwenden. Diese können entweder einseitig oder beidseitig neben dem Weg angebracht werden.

Einseitige Befestigung von Steinplatten in Hanglange

Eine einseitige Befestigung von Gartenweg am Hang ist dann ausreichend, wenn der Gehweg parallel zum  Hang angelegt wird und die Stützung auf der nach unten geneigten Kante der Steinplatten erfolgt. Leben Sie in einer Region, in der häufig mit Starkregen oder reichlich Schneefall zu rechnen ist, sollten Sie beidseitig befestigen

Steilhang beidseitig befestigen

Haben Sie einen Steilhang, sollten Sie unbedingt beidseitig von den Gehwegsteinen abstützen. Denn von oben runterlaufendes und absickerndes Regenwasser oder Schmelzwasser kann ebenfalls zur Unterspülung führen.

Setzen Sie die Rasenkanten oder Palisaden oberhalb des Weges ein, verhindern Sie, dass das Gefälle bei Rutschen die Gehwegplatten verschiebt. Unterhalb des Weges eingearbeitet verhindern die gewählten Palisaden das eigenständige Rutschen der Platten. Diese Methode eignet sich z. B. bei stärkeren Regenfällen hervorragend als Schutz an und macht den Gartenweg in Hanglage sicher.

Stauden zur Hangbefestigung einsetzen

Eine weitere Methode, um Gehwegplatten in Hanglage abzustützen und vor Bodenerosion zu schützen, funktioniert mit gezielter Staudenbepflanzung.

Bestimmte Stauden bilden ein kräftiges Wurzelsystem, das den Boden vor Erosion schützt. Das Bepflanzen des Hangs mit Staudengewächsen hat zudem den Vorteil, dass man sich gleichzeitig für eine pflegeleichte und attraktive Hangbegrünung entscheidet. Dicht wachsende Stauden verdrängen darüber hinaus Unkraut, so dass der Gartenhang nur wenig Arbeit verursacht.

Idealerweise nutzen Sie verschiedene Staudenarten, die mal tiefere, mal flachere Wurzeln ausbilden. So stellen Sie sicher, dass unterirdisch ein gutes Wurzelsystem entsteht, dass den Boden am Rutschen hindert.

Flachwachsende Stauden für den Gartenweg am Hang

Nachfolgende Staudengewächse haben eine geringe Wuchshöhe und zeichnen sich durch attraktiven Blattschmuck und dekorative Blüten aus:

  • Hornkraut Silberteppich
  • Sternmoos
  • Zwerg Storchschnabel
  • Thymian Coccineus
  • Hängeglockenblume
  • Bleiwurz
  • Immergrün Alba
  • Andenpolster
  • Kleiner Frauenmantel
  • Schlangenknöterich
  • Schlangenbart Black Dragon

Hochwachsende Stauden für Hanglage

Um dekorative Akzente zu setzen, können Sie niedrige Stauden mit hochwachsenden Stauden kombinieren. Dazu haben wir hier für Ihren Staudengarten einige tolle Vorschläge:

  • Argentinisches Eisenkraut
  • Strandhafer
  • Leuchtender Sonnenhut
  • Hohes Fettblatt
  • Japan-Herbst-Anemone
  • Katzenminze
  • Prächtiger Storchschnabel
  • Federborstengras
  • Unsterblichkeitskraut
  • Liebstöckel (Maggikraut)
  • Wegwarte
  • Hohe Flammenblume

Großflächige Hanglage immer durch Gartenweg begehbar machen

Gut verwurzelnde Staudenpflanzen sind extrem beliebt und hervorragend geeignet, um den Hanggarten derart zu begrünen, dass kaum Pflanzenpflege erforderlich ist. Insbesondere flache, polsterbildende Stauden sind perfekt und können auf jeden Fall eine Begrünung mit Rasen ersetzen. Denn Rasenmähen am Hang ist alles andere als ein Vergnügen und birgt ein höheres Verletzungsrisiko, als beim Mähen einer ebenen Rasenfläche.

Entscheiden Sie sich, den Hang mit Stauden zu begrünen, sollten Sie dennoch nicht ganzflächig Stauden anpflanzen. Trotz dem pflegeleichten Wesen von Stauden kommt es immer mal vor, dass Sie im Staudenbeet Gartenarbeiten erledigen müssen. Sei es, dass eine Pflanze ihre Wuchsfreude einstellt und Sie die Staude teilen müssen oder dass Sie Ihr Staudenbeet am Hang umgestalten möchten.

Damit das großflächige Staudenbeet am Hang begehbar bleibt, planen Sie neben dem Haupt-Gartenwegs stets auch kleine trittsichere Gartenpfade zwischen Ihren Stauden. Hierbei können im Gegensatz zum Hauptweg kleinere Gehwegplatten verlegen, da die Nebenwege ins Staudenbeet wahrscheinlich nur sehr selten genutzt werden. Das hält die Kosten für die Gartenwege am Hang sowie die Vorlegearbeiten in einem überschaubaren Rahmen.

Trotzdem sollte aber auch bei den Nebenwegen eine Stützung zumindest zur abschüssigen Hangseite installiert werden, um Abrutschen der Gehwegplatten zu vermeiden.

Gartenbeleuchtung für den Gehweg am Hang

Es ist nicht in jedem Fall erforderlich, Gartenwege zu beleuchten. Können Sie sicher ausschließen, dass Sie Ihren Gartenweg am Hang in der Dunkelheit betreten, kann auf eine Wegbeleuchtung verzichtet werden.

Ist jedoch absehbar, dass Sie oder ein Familienmitglied in den Abendstunden durch den Garten laufen, erscheint eine Beleuchtung mehr als nur angebracht. Vor allem zahlt sich Licht im Garten aus, wenn es im Winter früh dunkel wird. In der Dunkelheit wird besteht erhöhte Stolpergefahr.

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um den Gartenweg am Hang zu beleuchten. Mit viel Aufwand und hohen Kosten können Sie vor dem Verlegen der Gehwegplatten elektrische Leitungen verlegen, um die geplante Gartenbeleuchtung mit Strom zu versorgen.

Mit elektrischer Gartenbeleuchtung lässt sich stimmungsvolles Licht in den Garten holen. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Farbiges Licht oder programmierbare Gartenbeleuchtung – jeder so, wie er mag.

Doch die einfachste Art der Gartenbeleuchtung für die Hanglage ist es, mit Solarbeleuchtung zu arbeiten. Dies vereint mehrere Vorteile in sich:

  • Solargartenlampen lassen leicht installieren.
  • Solarleuchten kosten nicht viel und sind wartungsarm.
  • Die Gartenbeleuchtung mit Solartechnik erzeugt keine Betriebskosten.
  • Gartenlampen zur Ausleuchtung des Weges sind dekorativ und sorgen im Garten für dezentes und stimmungsvolles Licht.
  • Solarlampen können als Bewegungsmelder im Garten die Sicherheit erhöhen.

Im Bezug auf Schutz gegen Einbruch erweisen sich solarbetriebene Gartenleuchten mit integriertem Bewegungsmelder als überaus praktisch.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der generell für umweltfreundliche Solarbeleuchtung im Garten sorgt, ist die Tatsache, dass diese Lampen nicht eingeschaltet und nicht ausgeschaltet werden

Die meisten Solarlampen für den Garten haben einen integrierten Bewegungsmelder, durch den die Gartenbeleuchtung automatisch angeschaltet und ausgeschaltet wird. Dadurch wird der Gartenweg am Hang bei jedem Betreten beleuchtet – weil man nicht vergisst, vorher auf den Lichtschalter zu drücken.

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