Camping im eigenen Garten

Camping im eigenen Garten
Der Campingurlaub wird als Urlaubsform immer beliebter und ist nach wie vor günstiger, als ein Urlaub im Hotel oder in einem Ferienhaus. Vor allem macht er eins: Spaß! Wer das Campen liebt, muss sich keinesfalls nur auf den Urlaub beschränken, sondern kann dieser tollen Erholungsform entweder als Dauercamper auf einem Campingplatz frönen oder sogar zu Hause. Zumindest wer ein eigenes Grundstück besitzt, kann sich auch am Camping im eigenen Garten erfreuen. Nicht nur für Erwachsene ist dies ein tolles Outdoor-Erlebnis, sondern auch Kinder lieben es. Denn draußen im Zelt zu schlafen kommt für viele Jungs und Mädchen einem Abenteuer gleich, das man nicht jeden Tag erlebt. Vor allem, wenn die beste Freundin oder der beste Freund dabei sein darf.

Warum ist Camping im eigenen Garten so beliebt?

Generell geht es beim Camping lockerer zu, als im normalen Alltag. Man lässt dabei Fünfe gerade sein, entspannt im bequemen Schlabberlook und statt ein aufwendiges Essen zu kochen, wird gegrillt, Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken oder es werden Folienkartoffeln im Feuer gegart. Der Fernseher bleibt aus. Vielleicht spielt man Gitarre und erzählt sich gruselige Geschichten. So wird das Schlafen auf Luftmatratze und im Schlafsack zu einer willkommenen Abwechslung zum Alltagstrott und ein echtes Outdoor-Erlebnis.

Haben Sie Lust darauf, übers Wochenende Ihren Garten in einen Zeltplatz zu verwandeln, mit Familie und Freunden eine erholsame Zeit unter freiem Himmel zu verbringen? Dann nichts wie los! Packen Sie die Campingausrüstung, Schlafzeug und Proviant nach draußen – schon kann das Outdoor-Abenteuer beginnen.

Ist Campen im eigenen Garten erlaubt?

Ja, solange es sich um das eigene Grundstück handelt oder zumindest das Einverständnis des Grundstückseigentümers beziehungsweise des Gartenbesitzers vorliegt. Da am Lagerfeuer gerne gesungen und gelacht wird, sollten jedoch die Ruhezeiten eingehalten werden, damit die Nachbarn sich nicht gestört fühlen. Noch besser: Die Nachbarn einfach zum gemeinsamen Zusammensein am Lagerfeuer einladen.

Was braucht man fürs Camping im Garten?

Welche Dinge man fürs Garten-Camping benötigt, hängt maßgeblich davon ab, ob man mit Wohnwagen oder Zelt campen will und ob bereits Campingausrüstung vorhanden ist. Aber um als Camper das Wochenende draußen im Garten zu verbringen, bedarf es nicht viel.

Mit Wohnanhänger oder Wohnmobil im Garten campen

Falls man einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil besitzt, lässt sich natürlich auch darin im eigenen Garten übernachten. Wahrscheinlich ist dann ohnehin eine Campingausrüstung vorhanden und es geht nur noch darum, den Wohnanhänger oder das Wohnmobil mit Strom zu versorgen. Allerdings ist das kein Problem. Mit Kabeltrommel über den Hausstrom oder mit einem Stromerzeuger können im Caravan elektrische Verbraucher wie Lampe, Kühlschrank und Standheizung betrieben werden.

Im Garten zelten – welches Zelt?

Doch das “richtige” Camping im eigenen Garten findet in einem Zelt oder unter einem Tarp statt. Das Tarp ist eine leichte textile Überdachung, welche an den Seiten offen ist. Man schläft also im Freien. Doch am häufigsten wird mit einem herkömmlichen Zelt im Garten gezeltet. Dies schützt nicht nur besser vor Kälte und Zugluft, sondern vor allem vor Stechmücken und anderen Insekten.

Ist kein Zelt vorhanden, ist dies die wichtigste Investition, die zu machen ist. Geht es lediglich darum, ein oder zwei Nächte im Freien zu übernachten oder darum, das Camping auszuprobieren, genügt ein günstiges Zelt, welches ausreichend Schlafplätze zur Verfügung stellt.

Günstige Iglu-Zelte sind für 2 bis 3 Personen ausgelegt und für kleines Geld im Baumarkt oder Camping-Geschäft erhältlich. Ein großes Steilwandzelt lohnt sich nur, wenn regelmäßig gecampt oder ein längerer Zelturlaub geplant wird.

Dann lohnt es sich, ein etwas größeres und hochwertiges Zelt zu kaufen, welches nicht nur aus der Schlafkabine besteht, sondern auch noch ein Vorzelt hat, das bei Regen oder Wind entsprechenden Wetterschutz bietet. Ergänzend zum Zelt werden Schnüre sowie Sandnägel oder Heringe benötigt, um das Zelt zu spannen und zu fixieren.

Was braucht man zum Schlafen im Zelt?

Die Kälte von unten sollte nicht unterschätzt werden. Auch im Sommer kühlt der Boden in der Nacht ordentlich ab. Deshalb ist für die Übernachtung im Zelt für jede Person eine Iso-Matte erforderlich. Bequemer liegt man, wenn auf die Isoliermatte eine Luftmatratze gelegt wird. Sie schirmt ebenfalls vor Kälte ab. Zum Zudecken kann die Bettwäsche von Zuhause mitgenommen werden, ebenso das Kopfkissen.

In den kühleren Jahreszeiten ist ein Schlafsack für das Camping im eigenen Garten jedoch unverzichtbar, da dieser zusätzlich von unten wärmt und dafür sorgt, dass die körpereigene Wärme am Körper bleibt.

Schlafsäcke gibt es sehr günstig im zweistelligen Bereich zu kaufen. Aber wenn häufige Übernachtungen im Freien geplant sind oder richtige Campingurlaube im Zelt, sollte es ein hochwertiges Modell sein. Beim Kauf sollte unbedingt auf die Komfort-Temperatur geachtet werden. Diese reicht je nach Modell von +5 °C bis in einen Temperaturbereich von bis zu -25 °C und dementsprechend teuer sind die besonders guten Schlafsäcke auch.

Es macht keinen Sinn, den teuersten Schlafsack für die niedrigsten Temperaturen zu kaufen, wenn man lediglich im Sommer im Garten oder auf einem Campingplatz zelten will, da man sonst in der Nacht zu sehr schwitzt. Dies macht den Schlaf denkbar unbequem und sorgt eher dafür, dass man sich erkältet, weil man sich in der Nacht aufdeckt.

Um gut auf die Nacht im Freien gewappnet zu sein, nimmt man einfach ein paar zusätzliche Socken und einen Pulli oder eine Strickjacke mit ins Zelt. So kann man entweder ein Kleidungsstück anziehen oder ausziehen, wenn es zu kalt oder zu warm ist.

Camping im eigenen Garten – welche Ausrüstung sonst noch gebraucht wird

Das Beste beim Garten-Camping ist darin zu sehen, dass für gelegentliche Übernachtungen im Freien keine vollständige Campingausrüstung benötigt wird. Zelt und Isomatte sind das Wichtigste. Daneben braucht man nur noch eins.

Spätestens, wenn die Dunkelheit hereinbricht, wird Licht benötigt. Zwar spendet das Lagerfeuer etwas Helligkeit. Jedoch muss das Lagerfeuer vor dem Schlafen gehen gelöscht werden. Ein paar Taschenlampen, eine Campinglaterne zum Kurbeln oder die Taschenlampe vom Smartphone sind praktisch, wenn jemand nachts auf die Toilette muss.

Im Dunklen durch den Garten laufen, um die Toilette im Haus aufzusuchen, birgt oftmals tückische Stolperfallen und somit auch Verletzungsgefahr. Solarleuchten lassen sich beim Camping im eigenen Garten ebenfalls nutzen, um den Weg vom Zelt ins Haus zu erhellen.

Knicklichter beim Zelten ist eine tolle Idee, über die sich vor allem Kinder begeistern. Leuchtstäbe mit Haken können zudem im Zelt oder im Vorzelt aufgehängt werden, um nachts ein wenig Licht zu spenden.

Camping im eigenen Garten: Aktivitäten, die Spaß machen

Natürlich geht es nicht nur darum, im Garten zu schlafen, sondern auch Spaß zu haben. Grillen oder die Zubereitung von Stockbrot, Folienkartoffeln und Würstchen bilden einen guten Auftakt für den gemeinsamen Abend mit der Familie im Garten. Hierfür kann ein Lagerfeuer gemacht oder eine Feuerschale benutzt werden.

Schnitzeljagd & Nachtwanderung beim Garten-Camping

Spannend ist auch eine Schnitzeljagd oder eine Nachtwanderung durch den dunklen Garten. So können beispielsweise kleine Aufgaben gestellt werden. Wer die richtige Lösung hat, bekommt einen Hinweis zu einem Versteck, wo es die nächste Aufgabe zu bewerkstelligen gilt, bis der versteckte Schatz gefunden wird.

Schattenspiele beim Zelten im Garten

Sobald es vollständig dunkel ist und sich alle ins Zelt zurückgezogen haben, bieten sich Schattenspiele mit der Taschenlampe an. Jemand formt mit seinen Händen vor dem Schein der Taschenlampe eine Figur, die anderen müssen erraten, um welches Tier es sich handelt.

Wortspiele beim Camping

“Ich packe meine Koffer und nehme mit …” Wer kennt dieses beliebte Kinderspiel nicht? Während dem Zelten im eigenen Garten ist dieses Spiel eine tolle Unterhaltung für Klein und Groß. Für Unterhaltung sorgt auch “Stille Post” oder das Erzählen von Gruselgeschichten. Noch mehr Spielideen beim Zelten gibts hier.

Dürfen Kinder alleine im Garten campen?

Jein. Es ist eine Frage des Alters, ob Kinder ohne eine erwachsene Aufsichtsperson im Garten zelten dürfen. Bei Teenagern sollte dies kein Problem sein, zumal die Eltern zwischendurch mal nach dem Rechten schauen können.

Jüngere Kinder sollten nicht alleine ohne einen Erwachsenen draußen im Garten campen. Einerseits sollte Mama oder Papa schon deshalb dabei sein, um das Lagerfeuer zu entfachen und aufzupassen, dass nichts passiert. Andererseits gruseln sich Kinder, wenn die Dunkelheit kommt und in der Nacht die Geräusche der Natur zu hören sind.

Darüber hinaus wollen Eltern natürlich sicherstellen, dass keine anderen Gefahren beim Camping im eigenen Garten auf die Kinder lauern und dass die Kids keinen Blödsinn anstellen. Abgesehen davon macht das gemeinsame Übernachten im eigenen Garten zusammen mit den Kindern riesigen Spaß, den man sich nicht entgehen lassen will.

Camping im eigenen Garten: Tipps zur Vorbereitung

Beim Garten-Camping geht es um ein besonderes Outdoor-Erlebnis. Damit dieses einem kurzen Campingurlaub sehr nahe kommt, können die Erwachsenen eine wichtige Regel aufstellen: Ab einer gewissen Uhrzeit ist alles draußen vorbereitet und das Betreten des Hauses ist für alle tabu. Es gibt nur eine Regel: Toilettenbesuche.

Alles, was zum Camping im eigenen Garten benötigt wird, ist zum Beispiel bis 18 Uhr organisiert. Der Zeltaufbau oder das Einräumen des Caravans kann bereits am Nachmittag erfolgen. Danach wird die Haustür geschlossen und der Campingurlaub im Garten kann starten.

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