Gartenhaus mit Anbau

Platz ist in der kleinsten Hütte, doch gegen mehr Platz hat kaum jemand etwas einzuwenden. Deshalb erfreut sich das Gartenhaus mit Anbau zunehmender Beliebtheit und die kleine Gartenlaube, in der sich alles auf 3 x 5 m Grundfläche abspielt, ist vielerorts ein Auslaufmodell. Gartenhäuser befinden sich im Umbruch. Sie werden lichtheller gestaltet, moderner eingerichtet und vor allem größer. Wer im Schrebergarten oder auf dem Privatgrundstück ausreichend Stellfläche zur Verfügung hat und den Wunsch verspürt, sich räumlich zu vergrößern, sollte unbedingt über ein Gartenhaus mit Anbau nachdenken. Denn dieses hat attraktive Vorteile zu bieten.

In unserem ausführlichen Ratgeber gehen wir auf alle relevanten Aspekte ein – von den Vorteilen über die richtige Größe des neuen Gartenhauses sowie Wärmedämmung und Beheizbarkeit bis hin zu Baugenehmigung und Aufbauen.

Vorteile Gartenhaus mit Anbau

Im Vergleich mit einem Gartenhäuschen im Standardformat muss man als Bauherr in ein großzügigeres Haus mehr investieren. Aber die Frage nach den Baukosten stellt sich ohnehin bei jeder Investition. Weitaus wichtiger als die Frage nach den Kosten ist jedoch die Überlegung nach dem Nutzen und den Vorteilen, die ein Gartenhaus mit Anbau mit sich bringt.

Mehr Nutzfläche für das Gartenleben

Der wichtigste Pluspunkt, durch den ein Gartenhaus mit Anbau überzeugt, ist die großzügig bemessene Nutzfläche, die dauerhaft zur Verfügung steht. Diese teilt sich in abgeschlossenen Raum und überdachte Fläche auf, die zum Verweilen im Freien einlädt. Somit wird das Holzhaus im Garten sowohl bei schönem Wetter, wie auch bei weniger gutem Wetter nutzbar.

Gartenhausterrasse ideal für Sitzlandschaft im Garten

Gartenhäuser mit Anbau stellen eine überdachte Grundfläche zur Verfügung, die sich hervorragend eignet, um darauf Gartentisch und Gartenstühle aufzustellen. Der Boden eines solchen Gartenhauses lässt sich ähnlich wie eine Terrasse anlegen. Durch die ebene Stellfläche der schicke Holzterrasse wird insbesondere die Gartenbestuhlung geschont. Gartenstühle verziehen sich nicht und bleiben somit länger erhalten. Außerdem müssen die Gartenmöbel nicht ständig weggeräumt werden, wenn die Laube als Wochenendhaus genutzt wird oder das Wetter nicht mitspielt.

Gartenhausbenutzung bei Wind und Wetter

Die regenfreie Gartensaison erstreckt sich meist von Mai bis August. Dabei gibt es auch im launischen April phantastische Tage, die man gut im Garten verbringen könnte, wenn da nur nicht gelegentliche Regenschauer wären. Ebenso laden die sonnigen Tage im Spätherbst zum Verweilen im Garten ein. Doch da wünscht man sich häufig mehr Windschutz.

Gartenhäuser mit Überdachung und Seitenwand sind geradezu perfekt, um mehr von der Gartensaison zu haben. Die Überdachung des Seitenanbaus fungiert im Sommer als Schattenspender, bei leichtem Regen ermöglicht sie es, trotzdem draußen länger an der frischen Luft zu bleiben und im Herbst ist ein guter Windschutz gewährleistet.

Gartenhaus mit Anbau im modernen Design

Moderne Gartenhäuser haben nichts mehr mit den altbekannten rustikalen Gartenlauben gemein, sondern begeistern mit ungewohnter Leichtigkeit, wenn der Vorbei auf tragenden Säulen offen gestaltet ist. Durch den offenen gestalteten Seitenanbau wirken moderne Gartenhäuser mit Anbau trotz ihrer tollen Größe sehr luftig und freundlich, während klassische Gartenholzhäuser aufgrund der meist klobigen, kastenartigen Form sehr wuchtig und erdrückend die Harmonie im Garten beeinträchtigen können.

Moderne Gartenhausmodelle zeichnen sich in ihrer leichten Bauweise vor allem durch großzügige Fensterfronten aus. So fügt sich jedes Gartenhaus mit Anbaudach harmonisch in den Garten ein.

Welche Größe beim Gartenhaus mit Anbau?

Gartenhäuser mit Anbau sind in den unterschiedlichsten Formaten sowie Breiten und Längen erhältlich. Der Anteil der überdachten Anbaufläche variiert je nach Modell und ist mal kleiner, mal größer gehalten. Modellabhängig kann die Nutzfläche unter dem Seitendach etwa

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der Gesamtnutzfläche des Gartenhauses betragen. Welche die richtige Größe beim Holzhaus ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Hierzu sollten Sie sich grundlegende Gedanken machen, welche Größenaufteilung für Ihr individuelles Nutzungsverhalten von Vorteil ist. Im nachfolgenden Abschnitt gehen wir darauf näher ein.

Was ist besser: Gartenhaus mit Vorbau oder gleich ein XXL Gartenhaus?

Preislich liegen beide Varianten etwa gleich, wenn Hausgröße und Ausstattung miteinander vergleichbar sind. Dies könnte dazu veranlassen, eher ein großes geschlossenes Gartenholzhaus zu bevorzugen. Hier sei nochmal an den Aspekt erinnert, dass eine kastenförmige, geschlossene Bauweise im Vergleich mit einem teilüberdachten Holzhaus mitunter sehr wuchtig wirken kann. Aber es gibt zwei weitere Punkte, an die gedacht werden sollte: Aufenthaltsdauer & Beheizbarkeit des Gartenhauses im Winter.

Hauptsächlich Sommernutzung

Bei schönem Wetter werden Sie sich vermutlich bevorzugt im Freien aufhalten und hauptsächlich den geschlossenen Hausteil nur zum Übernachten benutzen. Dies spricht eher dafür, beim Kauf zugunsten einer größeren Terrassenfläche zu entscheiden, da ein größerer Wohnbereich im Sommer meist nicht benötigt wird.

Kurze Wochenendaufenthalte

Verbringen Sie hauptsächlich normale und verlängerte Wochenenden mit Übernachtung im Garten, erscheint die etwa hälftige Verteilung von Wohnraum und Überdachung als sinnvoll. Hierbei steht der Grundgedanke voran, dass auch in der kälteren Jahreszeit der bewohnbare Teil des Gartenhauses zügig beheizbar ist.

Winterferien im Gartenhaus mit Anbau verbringen

Umso häufiger und länger Sie in der kalten Jahreszeit Urlaub im Garten machen wollen, desto sinnvoller erscheint eines der größeren Gartenhäuser mit Anbau. Zwar dauert es länger, bis der Innenraum schön aufgeheizt ist. Sobald aber eine angenehme Raumtemperatur erreicht wurde, kann das Heizen reduziert werden, da Holzhäuser über eine gute Wärmedämmung verfügen und die Temperatur gut speichern können. Der großzügig bemessenere Platz des Wohnbereichs zahlt sich zudem aus, wenn Sie für längere Aufenthalte gemütlich Ihr Gartenhaus einrichten möchten. Gleichzeitig können Sie unter der Überdachung das Holz richtig einlagern.

Wandstärke beachten!

Bei häufig geplanten Übernachtungen im Winter ist unter diesem Aspekt auf eine entsprechend geeignete Wandstärke des Holzes zu achten. Diese variiert abhängig von Anbieter und Modell. Die Wandstärke beim Holz von Gartenhäusern kann beispielsweise

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  • 40 mm
  • 44 mm
  • 70 mm

betragen. Holzhäuser mit dicker Wandstärke verfügen über in der Regel über eine bessere Isolierung – das zahlt sich beim Beheizen sowie der Wärmespeicherung natürlich aus.

Welche Dachform bei Gartenhäusern mit Seitendach?

Moderne Holzhäuser für den Garten stehen mit den unterschiedlichsten Dachformen zur Auswahl. Jede Dachvariante hat ihren eigenen Reiz. Dennoch empfehlen wir, vor dem Gartenhauskauf diese Punkte zu berücksichtigen.

Wann ein Schrägdach sinnvoll ist

Ob Sie beim Gartenhaus mit Anbau Flachdach oder ein Schrägdach favorisieren, ist zunächst einmal eine Frage der persönlichen Vorliebe. Tendenziell ist bei gleicher Hausgröße ein flaches Gartenhaus mit Anbau günstig, ein Holzhaus mit Schrägdach eher etwas teurer.

Je größer das Gartenhausmodell, desto mehr dürfte ein Holzgartenhaus mit einem schrägen Gartenhausdach in Betracht kommen. Gleiches gilt ebenso, wenn Sie das wohnfreundliche Holzhaus auf einem Wochenendgrundstück als Wochenendhaus oder Ferienhaus nutzen möchten und Sie im Winter nicht ständig den Schnee vom Gartenhausdach räumen wollen. Schnee rutscht auf Schrägdächern meist von alleine ab.

Soll das Holzhaus in einer Region aufgebaut werden, wo verstärkt mit Schneefällen zu rechnen ist oder haben Sie eine längere Anfahrt zu Ihrem Wochenendgrundstück vor sich, wäre es äußerst unpraktisch, wenn Sie im Winter häufig hinfahren müssen, um die Schneedecke vom Dach abzutragen. Dies kann zwar bei reichlich Schneefall durchaus schon mal bei einem Schrägdach erforderlich werden, doch die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flachdach das Dach von der Schneelast befreien zu müssen, liegt deutlich höher.

Lesen Sie unseren Ratgeber: Neues Dach für´s Gartenhaus oder Reparatur?

Was ist der Vorteil beim Gartenhaus mit Anbau & Flachdach?

Ein äußerst interessanter Aspekt der für das Flachdach spricht ist die relativ geringe Haushöhe. Der Verband Wohneigentum geht in diesem Gartenhaus-Ratgeber auf das wichtige Thema Baugenehmigung ein und schreibt wie folgt:

In der Regel sind Gartenhäuser bis zu 2,50 Meter bzw. maximal 3 Meter hoch und genehmigungsfrei.

Gartenhäuser mit Schrägdach weisen eine höhere Dachhöhe auf und liegen häufig über dieser 3-Meter-Grenze, sodass unter Umständen eine Baugenehmigung erforderlich sein kann. Es spricht nichts dagegen, eine Baugenehmigung zu beantragen. Wird diese jedoch abgelehnt, ist das Flachdach womöglich die einzige Alternative. Auf keinen Fall sollten Sie bei Ablehnung des Bauantrags den örtlichen Bestimmungen zuwiderhandeln. Im schlimmsten Fall müssen Sie sonst das Gartenhaus mit Anbau abreißen, wenn die Vorgaben der Bauaufsicht nicht eingehalten werden. Neben der Dachhöhe spielen auch Lage, Rauminhalt und Fläche eine Rolle, ob eine Baugenehmigung für Gartenhäuser erforderlich ist oder nicht. Hier finden Sie eine tabellarische Auflistung.
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