Die letzte Apfelernte vom Apfelbaum

Apfelernte & Äpfel richtig einlagern

Apfelernte & Äpfel richtig einlagern
Jetzt schnell die Obstbäume ernten und das Fallobst auflesen! Im goldenen Oktober verfärben sich die Blätter in die wunderbaren Herbstfarben und kündigen das Finale im Nutzgarten an. Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu und es gibt für Sie noch einmal richtig viel zu tun, denn die letzte Apfelernte steht an. Alle Obstbäume wie Pflaumen, Äpfel und Birnen werden jetzt abgepflückt und das erste Fallobst wird gewissenhaft aufgelesen. Wer viele Hochstämme oder eine Streuobstwiese im Garten hat, dem steht mächtig viel Arbeit bevor. Hier unsere Tipps, wie Sie Ihren Herbstgarten auf Vordermann bringen, bevor Sie ihn dann winterfest machen.

Apfelernte: Wie pflückt man Äpfel richtig?

Die letzte Apfelernte ist die Krönung der Gartensaison und zugleich eine wahre Wonne für jeden Gärtner. Die herbstlichen Sonnenstrahlen wärmen die Haut und präsentieren die Grünoase in einem wunderbaren Farbenspiel. Das erste Fallobst liegt bereits auf den Wiesen und sollte von Ihnen unbedingt vollständig aufgesammelt werden, um die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Apfelwickler oder Pilzerkrankungen im nächsten Jahr zu vermeiden. Ein Rollsammler kann Ihnen hierbei helfen, das Obst rückenschonend im Stehen aufzunehmen.

👉 Tipp: Obstbaum Pilzbefall – schnelle Abhilfe

Kipp-Test: So erkennen Sie, ob die Äpfel erntereif sind

Früchte, die noch an den Obstbäumen hängen, werden jetzt gepflückt. Doch wie erkennt man den perfekten Zeitpunkt? Ein bewährter Trick ist der Kipp-Test: Nur solche Früchte sind bereit, die durch ein leichtes Anheben und Drehen der Frucht den Stiel fast widerstandslos vom Obstbaum freigeben. Achten Sie auch auf die Kerne: Sind diese bereits braun gefärbt, ist die Pflückreife meist erreicht. Alles andere sollte noch am Baum hängen bleiben und erst bei voller Reife geerntet werden.

So gelingt die Apfelernte in der Baumkrone

Um auch die Früchte in der hohen Baumkrone sicher zu erreichen, empfiehlt sich ein Apfelpflücker mit Teleskopstiel – so vermeiden Sie gefährliche Manöver auf der Leiter. Achten Sie bei der Ernte auch auf Spuren von Vögeln oder Wespen. Angepicktes Obst sollte sofort aussortiert und nicht gelagert werden, da es die Fäulnis ins Lager trägt.

Ernte mit Förderband bei Hanglage

In besonders großen Gärten oder bei einer umfangreichen Streuobsternte ist es sicher lohnenswert, die Birnen- und Apfelernte mit einem Obstförderband wie etwa bei https://noltewerk.de zu erledigen. Diese Systeme sind besonders bei Hanglagen absolut hilfreich.

Nach der Apfelernte: Die Obsternte richtig einlagern

Während der Lese und Ernte muss sämtliches Baumobst äußerst vorsichtig behandelt werden. Legen Sie die Früchte behutsam in den Erntekessel und stapeln Sie diese nicht zu dick übereinander, um hässliche Druckstellen zu verhindern. Nachdem die Birnen- und Apfelernte erledigt ist, muss das Obst richtig eingelagert werden.

Profi-Tipp: Äpfel nicht sauber reiben

Reiben Sie die Äpfel niemals sauber! Die Früchte besitzen eine natürliche Wachsschicht, die als biologischer Schutzschild gegen Austrocknen und Pilzsporen fungiert. Zudem sollten Sie nur bei trockenem Wetter ernten, da feuchtes Obst im Lager extrem schnell zu faulen beginnt.

Reifes Obst flach in Obststeigen lagern

In jedem Fall gehören Äpfel und Birnen in möglichst flache Obststeigen. Es sollten nicht mehr als zwei, maximal drei Lagen darin aufbewahrt werden. Die Gartenäpfel müssen von Ihnen vorsichtig eingelegt werden, wobei unbedruckte Pappe als Trennschicht verwendet werden kann.

Beachten Sie bei der Sortenwahl den Unterschied zwischen Pflückreife und Genussreife: Während Sommeräpfel (z.B. Klarapfel) sofort verzehrt werden müssen, entwickeln späte Winterapfel-Sorten wie der Boskoop, Braeburn oder Ontario ihr volles Aroma erst nach einigen Wochen kühler Lagerung. Sortieren Sie wurmstichiges Obst konsequent aus – dieses eignet sich nur noch zum direkten Verzehr oder zum Entsaften.

Vorsicht: Äpfel reifen nach – Die richtigen Lager-Nachbarn

Das Nachreifen von Äpfeln ist ein chemischer Prozess. Er wird durch das Pflanzenhormon Ethylen ausgelöst. Da Äpfel dieses Reifegas ausscheiden, verdirbt benachbartes Obst und Gemüse schneller. Lagern Sie Ihre Äpfel daher prinzipiell an einem kühlen, dunklen Ort (ideal sind 3 bis 6 Grad Celsius).

Wichtiger Hinweis zu Lager-Nachbarn: Bewahren Sie Äpfel niemals direkt neben Kartoffeln oder Kohl auf. Die Kartoffeln beginnen durch das Ethylen vorzeitig zu keimen, während der Kohl den Geschmack der Äpfel annimmt. Da moderne Keller oft zu trocken sind, können Sie mit aufgestellten Wasserschalen die Luftfeuchtigkeit erhöhen, um das unschöne „Schrumpeln“ der Schale zu verhindern.

Fallobst direkt verarbeiten

Von Äpfeln und Birnen lassen sich leckere Kompotts einwecken oder Säfte pressen – so findet sich auch für das auf der Wiese liegende und noch brauchbare Obst eine sinnvolle Verwendung. Auch Fallobst mit kleinen Schadstellen kann nach dem großzügigen Ausschneiden noch wunderbar zu Apfelmus verarbeitet werden.

Pflege der Apfelbäume vor dem Winter

Zum Abschluss der Apfelernte sollten Sie Ihren Bäumen noch etwas Pflege gönnen. Die Obstbäume werden jetzt fachgerecht zurückgeschnitten, wobei Sie vor allem totes Holz entfernen sollten. Ein weißer Kalkanstrich an den Baumstämmen ist zudem ein bewährter Schutz gegen Frostplatten. Die helle Farbe reflektiert die Wintersonne und verhindert, dass die Rinde bei krassen Temperaturschwankungen aufreißt. So starten Ihre Bäume gesund in das nächste Frühjahr.

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