Blindschleiche – Keine Angst vor Schlange
Bei der Gartenarbeit kommt es immer wieder zu faszinierenden Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Ein solches Tier, welches in europäischen Gefilden heimisch ist, ist die Blindschleiche. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Anguis fragilis, was übersetzt so viel wie die Zerbrechliche bedeutet. Im Jahr 2017 wurde sie verdientermaßen zum Reptil des Jahres gekürt. Die westliche Blindschleiche erreicht oft eine Körperlänge von bis zu 45 Zentimetern. Einzelne Prachtexemplare können sogar eine Gesamtlänge von 50 cm aufweisen.
Die Blindschleiche ähnelt auf den ersten Blick einer Schlange. Wer noch nie zuvor einer solchen Schleiche begegnet ist, kann bei einer Sichtung durchaus erschrecken. Das gilt besonders dann, wenn man unter einer ausgeprägten Schlangenphobie leidet. Es gibt aber absolut keinen Grund, vor diesem heimischen Reptil Angst zu haben. Blindschleichen sind völlig harmlos. Sie dienen als wunderbarer Indikator dafür, dass Ihr Garten ein gesundes und lebensfreundliches Habitat darstellt. Außerdem zählen sie zu den nützlichsten Bewohnern im Garten. Unter anderem stehen lästige Schnecken ganz oben auf ihrem Speiseplan.
Es erwartet Sie ein spannender Artikel mit der Beschreibung dieses tollen Tieres. Wir zeigen Ihnen viele Fotos und geben hilfreiche Tipps, wie Sie Blindschleichen gezielt in den Garten locken können.
Das heimische Reptil, das keineswegs blind ist
Wenn Sie in Ihrem Garten eine kleine Schlange entdecken, die einen glänzenden Körper besitzt, handelt es sich meist um die Blindschleiche. Diese weist oft eine bräunliche oder kupferne Färbung an der Oberseite auf. Die Grundfärbung der Hornschuppen variiert in verschiedenen Bronze- oder Kupfertönen. Manchmal kann der Körper aber auch metallisch-silbern glänzen. Dieses heimische Reptil gehört neben der Zauneidechse zu den am häufigsten anzutreffenden Echsenarten in ganz Europa.

Aufgrund ihres Namens nehmen viele Menschen an, dass Blindschleichen blind seien. Blind ist die Blindschleiche übrigens keineswegs. Zwar kann sie nicht besonders gut sehen und gilt zudem als farbenblind. Ihr Name leitet sich jedoch vom althochdeutschen Wort Plint ab, was sich auf das Blenden des glänzenden Körpers bezieht. Dies geschieht besonders dann, wenn sie züngelnd im Sonnenlicht schleicht.
Sehr häufig lässt sich die Schleiche an heißen Sommertagen im Garten oder auf der Straße entdecken. Vor allem in der Abenddämmerung nutzt das wärmeliebende Reptil die Gelegenheit. Sie legt sich dann gerne auf Steine ab, die zuvor von der Sonne intensiv erwärmt wurden.
Warum ist die Blindschleiche keine Schlange?
Das schlangenähnliche Getier zählt zur Klasse der Reptilien und gehört zur Unterordnung der Echsen. Zwar sieht die Blindschleiche einer Schlange sehr ähnlich. Auch die Art ihrer Fortbewegung erinnert stark an Schlangen. Dennoch bewegt sie sich meist langsamer fort. Ihr typisches Schlängeln wirkt insgesamt steifer und weniger fließend als bei echten Schlangen.
Insbesondere durch ihren beinlosen Körper entsteht die Verwechslungsgefahr. Obwohl diese Schleichen keine sichtbaren Beine haben, zeigen Röntgenaufnahmen interessante Details. Es sind dort deutliche Überbleibsel von Beinansätzen im Skelett zu sehen. Dies stellt ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Echse und Schlange dar.

Anguis fragilis – weder blind, noch Schlange oder Eidechse
Unsere heimische Schleiche bewegt sich ähnlich wie Schlangen fort. Dennoch unterscheidet sie sich anatomisch deutlich von Schlangentieren. Schlangen schieben ihren Körper meist durch Kontraktionsbewegungen der Bauchschuppen nach vorne. Blindschleichen bewegen sich hingegen eher hin und her. Dabei nimmt ihr Körper oft eine markante S-Form ein. Allerdings ist ihr länglicher Körper nicht ganz so filigran und beweglich wie der einer echten Schlange.
Zudem müssen Blindschleichen zum Züngeln ihr Maul leicht öffnen. Das liegt daran, dass sie im Gegensatz zu Schlangen keine Lücke in der Oberlippe besitzen.

Eine Blindschleiche besitzt zudem verschließbare Augenlider. Das Reptil kann seine Augen also aktiv schließen und wieder öffnen. Außerdem haben Blindschleichen, ähnlich wie viele Eidechsen, einen sogenannten autotomischen Schwanz.
Schlange oder Blindschleiche – Die Unterschiede
Auf den ersten Blick fällt die Unterscheidung zwischen einer Blindschleiche und einer echten Schlange oft schwer. Beide Tierarten besitzen einen länglichen Körper und bewegen sich schlängelnd fort. Dennoch gibt es bei genauerem Hinsehen markante körperliche Merkmale, an denen Sie die harmlose Echse zweifelsfrei erkennen können. Die folgende Übersicht verdeutlicht die wichtigsten Unterschiede.
| Merkmal | Blindschleiche (Echse) | Schlange (z.B. Ringelnatter) |
|---|---|---|
| Augenlider | Beweglich, können das Auge schließen. | Starr, die Augen sind immer offen. |
| Fortbewegung | Eher steif und seitlich schlängelnd (S-Form). | Sehr geschmeidig und fließend. |
| Schwanz | Kann bei Gefahr abgeworfen werden. | Kann nicht abgeworfen werden. |
| Haut / Schuppen | Glatt, glänzend und fest (panzerartig). | Oft matt oder gekielt, sehr dehnbar. |
| Züngeln | Maul muss leicht geöffnet werden. | Zunge gleitet durch eine Lippenspalte. |
Warum werfen Blindschleichen ihren Schwanz ab?
Der Beiname fragilis bedeutet zerbrechlich und bezieht sich auf eine faszinierende Besonderheit. Schleichen können bei großer Gefahr ihre Schwanzspitze gezielt abwerfen. Dafür besitzen die Reptilien spezielle Sollbruchstellen im Skelett. Nach dem Abwurf zappelt das Schwanzstück noch eine Weile heftig weiter. Während der Fressfeind mit dem zuckenden Schwanz beschäftigt ist, kann die Blindschleiche schnell das Weite suchen. Durch diese Merkmale zählen Blindschleichen eindeutig zu den Echsen.
Zwar schadet das Abwerfen des Schwanzes dem Reptil unmittelbar nicht. Allerdings wächst der Schwanz danach niemals mehr vollständig nach. Es bleibt für den Rest des Lebens ein kleiner Stumpf zurück.
Sind Blindschleichen gefährlich?
Nein, definitiv nicht. Deshalb besteht überhaupt kein Grund, gegen sie vorzugehen. Blindschleichen greifen niemals Menschen oder Haustiere im Garten an. Beide Lebewesen sind für das kleine Reptil viel zu groß. Zudem sind Schleichen ausgesprochene Fluchttiere. Wenn Ihnen eine Blindschleiche im Garten begegnet, sollten Sie die Gelegenheit nutzen, um die Echse ruhig zu beobachten. Das Tier wird sich ohnehin bald von selbst wegschleichen.

Hat die Blindschleiche Zähne?
Ja, sie besitzt Zähne, um ihre Beute besser verschlingen zu können. Bei der Blindschleiche sind diese Zähne leicht nach hinten geneigt. Das Gebiss besteht aus vielen kleinen und spitzen Zähnen. Am Oberkiefer hat das Reptil etwa 10 bis 12 Zähne. Am Unterkiefer sitzen meist 14 bis 16 Zähne. Zudem gibt es einen Zwischenkiefer, der bei Blindschleichen weitere 7 bis 9 Zähne trägt. Jeder einzelne Zahn sitzt vergleichsweise locker im Kiefer.
Kann eine Blindschleiche beißen?
Anguis fragilis kann wie fast alle Tiere theoretisch beißen. Dies tut sie jedoch nur, wenn sie sich massiv bedroht fühlt und keinen anderen Ausweg mehr sieht. Der Biss einer Blindschleiche ist am ehesten mit einem kleinen Nadelstich vergleichbar. Da die Art nicht giftig ist, ist ein solcher Biss für Mensch und Tier völlig ungefährlich. Weil es sich um Fluchttiere handelt, kommen Bisse im Alltag so gut wie nie vor!
Blindschleiche Biss – mit Foto der Bisswunde
Wenn Sie während der Gartenarbeit eine Blindschleiche entdecken, müssen Sie keine Angst haben. Ein erschrockenes Tier wird in jedem Fall die Flucht ergreifen, anstatt Sie anzugreifen. Selbst bei einer sehr nahen Begegnung bleibt das Reptil friedfertig.
Das nachfolgende Bild zeigt einen Blindschleichenbiss eines etwa 30 cm großen Tieres. Zu diesem Biss kam es nicht durch eine zufällige Begegnung im Beet. Es geschah während des Handlings mit einer in Not geratenen Blindschleiche. Das verängstigte Tier wurde gerettet und reagierte aus Panik. Dies ist eine vollkommen andere Situation als bei einer normalen Begegnung im Garten.

Ist ein Blindschleichen-Biss gefährlich?
Nein, der Biss ist nicht gefährlich. Sogenannte Zoonosen sind bei diesem Tier nicht bekannt. Es findet also keine Übertragung von Krankheiten vom Tier auf den Menschen statt. Die kleine Wunde sollte zur Sicherheit natürlich gereinigt werden. Aufgrund der winzigen Zähne ist der Blindschleichen-Biss sehr klein und verursacht kaum Schmerzen. Wie erwähnt beißen diese Tiere nur in absoluten Ausnahmefällen. Es besteht also kein Grund zur Sorge.
Sind Blindschleichen giftig?
Nein, Blindschleichen sind nicht giftig. Sollte es doch einmal zu einem Biss kommen, sondert das Reptil keinerlei Gift ab. Dies gilt übrigens auch für viele heimische Schlangenarten. Ein Beispiel ist die Ringelnatter, die Sie auf den Fotos sehen können. Auch sie ist für den Menschen völlig harmlos.
Darf man eine Blindschleiche anfassen?
Generell sollten Sie Wildtiere nicht ohne Grund anfassen. Dies bedeutet meist enormen Stress für das Tier. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine Berührung sinnvoll ist. Das kann aus purer Neugier geschehen oder um das Tier aus einer Bedrohung zu retten. Zum Beispiel, wenn eine Katze die Blindschleiche bedrängt.
Falls Sie eine Blindschleiche auf die Hand nehmen möchten, müssen Sie äußerst vorsichtig vorgehen. Packen Sie das Tier auf keinen Fall am Schwanz! Die Schleiche wird diesen sonst sofort abwerfen. Dies ist eine überlebenswichtige Schutzfunktion von Anguis fragilis gegenüber Feinden.
Wird die Schleiche etwa von einer Katze angegriffen, wirft sie den Schwanz ab. Die Katze spielt dann idealerweise mit dem zuckenden Stück. Währenddessen nutzt die Blindschleiche die Zeit, um sich in Sicherheit zu begeben. Ein abgeworfener Schwanz wächst jedoch niemals mehr vollständig nach.
Wie fühlt sich eine Blindschleiche an?
Die schuppige Haut des Tieres ist weder nass noch glitschig. Sie fühlt sich stattdessen angenehm trocken und sehr glatt an. Das Gefühl bei einer Berührung ist vergleichbar mit feinem Glattleder. Der Körper wirkt dabei überraschend fest und massiv. Wie viele andere Reptilien häuten sich Blindschleichen regelmäßig. Dabei wird die oberste Hautschicht abgestoßen. Darunter kommt eine neue und sehr elastische Haut zum Vorschein.
Wann sind Blindschleichen aktiv?
Als tagaktives Tier ist sie vor allem in den Morgen- und Abendstunden unterwegs. Zwischen dem Vormittag und der Dämmerung schläft sie meistens. Daher bekommen Gärtner sie zu diesen Zeiten eher selten zu Gesicht. Blindschleichen ziehen sich gerne in Laub, dichtes Gehölz oder unter Steinplatten zurück. Wenn Sie im Garten Gehwegplatten oder alte Baumstämme anheben, können Sie dort oft eine ruhende Schleiche entdecken.
Blindschleichen stehen unter Natur- und Artenschutz
Die Blindschleiche untersteht einem besonderen Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Ihre Gattung gilt zwar aktuell nicht als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Dennoch darf Anguis fragilis niemals einfach eingefangen oder gar als Haustier gehalten werden. Die kurzzeitige Entnahme aus der Natur ist nur in Notsituationen erlaubt. Das Tier muss umgehend wieder freigelassen werden, sobald es gesundheitlich dazu in der Lage ist.
Wird ein verletztes Tier entdeckt, sollten Sie es zu einem Fachmann für Reptilien bringen. Dieser benötigt eine gesonderte Erlaubnis, um sich fachgerecht um die Pflege zu kümmern.

Sind Blindschleichen Gartenschädlinge?
Wenn Sie eine Blindschleiche entdecken, haben Sie keinen Schädling vor sich. Ganz im Gegenteil: Anguis fragilis frisst mit Vorliebe kleine Nacktschnecken. Diese sind bei keinem Gärtner gerne gesehen. Das Reptil ist ein Jäger und Fleischfresser. Es lässt Ihre wertvollen Blumen, Salate und Früchte garantiert in Ruhe. Stattdessen ernährt sich die Blindschleiche vornehmlich von echten Gartenschädlingen.
Blindschleiche – ein nützlicher Gartenbewohner
Dass manchem Gärtner beim Zusammentreffen kurz das Herz stehen bleibt, ist absolut nachvollziehbar. Es gibt jedoch keinen Grund, mit dem Spaten gegen das Tier vorzugehen. Die Blindschleiche ist keine gefährliche Schlange. Sie ist ein friedfertiger Mitbewohner Ihres Grüns.
Schnecken, Asseln und andere Beutetiere
Blindschleichen sind ausgesprochen fleißige Helfer bei der Gartenarbeit. Das Reptil frisst neben Nacktschnecken auch Regenwürmer, Raupen und Heuschrecken. Auch Käferlarven, Spinnen und sogar Blattläuse gehören zu ihrem Speiseplan. Damit hilft Anguis fragilis dabei, Schädlinge auf natürliche Weise zu minimieren. Größere Beutetiere werden im Ganzen verschluckt. Dieser Vorgang kann bei einer großen Schnecke schon einmal bis zu 30 Minuten dauern.
Bei vielen Hobbygärtnern beliebt
Immer mehr Hobbygärtner gestalten ihren Garten naturnah, um Blindschleichen anzulocken. Wichtig ist es dabei, den Tieren ausreichend Versteckmöglichkeiten anzubieten. Leider hat die Blindschleiche zahlreiche natürliche Fressfeinde. Dazu zählen Füchse, Dachse, Marder und Ratten. Auch Greifvögel und Igel stellen eine Gefahr dar. Ihr größter Feind bleibt jedoch der Mensch. Durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden wird ihr Lebensraum zunehmend vernichtet.
Ihr Garten als Lebensraum für Blindschleichen
Falls Sie bislang noch keine Blindschleichen entdeckt haben, fehlt es vielleicht an passenden Rückzugsorten. Man kann jedoch einiges tun, um die Tiere im eigenen Garten willkommen zu heißen.
Der natürliche Habitat der Blindschleiche
Anguis fragilis siedelt sich bevorzugt in lichten Laubwäldern an. Sie mag bodenfeuchte Gebiete und naturbelassene Räume mit hohen Gräsern. Diese bieten ihr ideale Verstecke und sonnige Plätze. Man trifft sie oft in Parks oder naturnahen Gärten an. Auch Erdlöcher oder dichte Hecken werden gerne als Quartier angenommen.
Ein beliebter Ort ist leider oft der Straßenrand. Von dort begibt sich die Blindschleiche zum Sonnen auf den warmen Asphalt. Viele Tiere verlieren dort durch den Verkehr ihr Leben. In Ihrem Garten hingegen ist sie sicher.
In den Garten locken: Lebensweise der Blindschleiche
Wenn Sie Schleichen entdecken, lassen Sie dem Tier seinen gewählten Bereich. Das Reptil lebt sehr standorttreu. Es hat Ihren Garten offensichtlich als wertvolle Naturoase für sich ausgewählt.
Sie können die Tiere unterstützen, indem Sie Haufen aus Zweigen, Reisig und Laub anlegen. Solche Schichtungen dienen im Winter als sicherer Schutz. Ein flacher Stein in der Nähe fungiert als idealer Sonnenplatz. Auch Komposthaufen werden sehr gerne als Lebensraum angenommen. Typisch für ihre Lebensweise ist die Winterstarre in den kalten Monaten. Im Sommer hingegen genießen sie ausgiebige Sonnenbäder.
Schützen Sie die Blindschleiche
Beim Rasenmähen sollten Sie stets die Augen offen halten. Wie Igel benötigen auch Blindschleichen besonderen Schutz vor den scharfen Messern. Eine angebotene Überwinterungsmöglichkeit im Garten wird dankbar angenommen.
Die Tiere beginnen meist Ende Oktober mit ihrem Winterschlaf. In der Winterstarre sind sie winteraktiven Feinden schutzlos ausgeliefert. Ein sicheres Quartier ist daher lebensnotwendig.

In heißen Sommermonaten freuen sich die Reptilien über etwas bereitgestelltes Wasser. Eine flache Plastikschale in der Nähe ihres Verstecks ist ideal. Die Blindschleiche nutzt diese Gelegenheit oft zum Trinken oder sogar für ein kleines Bad. Es macht große Freude, das Tier dabei aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Winterquartier für Blindschleichen
Den Winter verbringen Blindschleichen oft gesellig in Gruppen von bis zu 30 Tieren. Ein aufgeschichteter Laubhaufen mit Holz und Moos hilft dabei, die Art vor dem Aussterben zu schützen. In einem solchen Winterquartier überstehen die Schleichen selbst strengen Frost problemlos.
Lesetipp: So wird Ihr Garten igelfreundlich
Blindschleiche Fortpflanzung
Im Frühjahr erwacht Anguis fragilis aus der Winterstarre. Die Paarungszeit erstreckt sich von April bis Juni. Dabei kann es zu Kämpfen zwischen den Männchen kommen, die versuchen, den Konkurrenten zu Boden zu drücken.
Die Jungtiere werden meist im August oder September geboren. Ein Muttertier bringt etwa 5 bis 20 Junge zur Welt. Diese werden in einer feinen Eihülle geboren, die sie sofort nach der Geburt durchbrechen. Man spricht hier von einer ovoviviparen Fortpflanzung. Die Jungtiere sind beim Schlupf bereits etwa 10 cm lang und sofort selbstständig lebensfähig.









Ach du scheiße was ist das?
Toller Artikel!
Zu Nicole Brendle: Genau, ach du scheiße :p
Sehr interessant ! Werde auf jeden Fall jetzt mehr darauf achten ob ich eine sehe. Vielleicht kann ich der ein oder anderen ja beim überwintern helfen :)
Ich sehe immer nur braune Blindschleichen gibt es die auch in grau??? Wir haben nämlich graue schlangenähnliche Tierchen mit schwarzem Nackenband im Garten und ich kann sie nicht zuordnen. Möchte aber gern wissen mit was ich es zu tun habe. Haben auch schon eine tote gefunden, die spitze Zähnchen im Maul hatte.
Wahrscheinlich handelt es sich um eine Ringelnatter. Hübsches und ebenfalls ungefährliches Tierchen, übrigens im Gegensatz zur Blindschleiche eine Schlange.