Kürbisernte im Oktober

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Im Oktober hat der Kürbis Hochkonjunktur. Doch nicht nur in diesem Monat begeistern Kürbisse ihre Fans, sondern schon zur Zeit der Kürbisblüte. Falls Sie den Cucurbita noch nicht im Garten haben, sollten Sie darüber nachdenken, den Gartenkürbis anzupflanzen, denn dieses Gartengemüse ist in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für Ihre Grünoase. Damit Sie das gesunde Gemüse nach der Kürbisernte sinnvoll nutzen können, haben wir Ihnen hier einen kleinen Kürbis-Ratgeber zusammengestellt.

Kürbisernte Gartenkürbis
Kürbisernte Gartenkürbis

Spannendes rund um den Kürbis

Die fünf Kürbisarten

Kürbisse gehören dem Kürbisgewächs an und zählen zur Unterfamilie Cucurbitoideae. Der Gartenkürbis ist die bedeutsamste Kürbisart, neben ihr gibt es Riesenkürbis, Moschuskürbis, Cucurbita argyrosperma sowie den Feigenblattkürbis.

Der Gartenkürbis zeichnet sich durch eine ordentliche Größe und einen besonders leckeren Geschmack an und kann selbst in Europa recht einfach angebaut werden.

Vielseitige Nutzung nach der Kürbisernte

Die Kürbisernte kann bereits im Sommer, spätestens im Herbst erfolgen. Regionale Namen wie Kürbis, Flaskenappel und Kerbes bezeichnen fast immer den großen Gartenkürbis, dessen Erntezeit zumeist Ende September oder Anfang Oktober beginnt.

Nach der Erntezeit wird der Gartenkürbis zur Dekoration des Gartens, der Terrasse oder im Haus verwendet. Der traditionelle Halloweenkürbis wird ausgehöhlt, in die Schale wird ein Gesicht geschnitzt und schon kann der Halloweenkürbis mit einer Kerze beleuchtet werden.

Der Kürbis als Gemüse

Kürbisgewächse sind nicht nur zur Zierde schön anzusehen, sondern auch sehr lecker. Aus dem gelb- oder orangefarbenen Kürbisfleisch lassen sich zahlreiche Leckereien herstellen.

Nach der Kürbisernte gilt die Kürbissuppe als eins der wichtigsten Gerichte, bei denen das aromatische Kürbisfleisch die Hauptrolle spielt. Kürbis schmeckt in herzhaften, aber auch in süßen Speisen lecker und so wird daraus Kürbispüree, Kürbiskompott und so machen süße Kürbisnascherei hergestellt.

Wann kam der Kürbis nach Europa?

Obwohl der Kürbisanbau bereits 10 Jahre vor Christus systemisch erfolgte, sollte es sehr lange dauern, bis das Gemüse nach Europa kam. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts fand der Kürbis seinen Weg in europäische Gefilde. Vermutlich lag dies auch daran, dass er eine Pflanze ist, die tropisches Klima braucht und nicht winterfest ist.

Genießbar sind nur jene Kürbisse, die kultiviert werden. Wilder Kürbis enthält einen zu hohen Cucurbitacin-Gehalt und ist durch die Bitterstoffe ungenießbar.

Von der Kürbisaussaat bis zur Kürbisernte

Kürbissaussaat in Vorkultur

Da der Kürbis milde und tropische Temperaturen zum Gedeihen benötigt, werden getrocknete Kürbiskerne im April einzeln in Blumentöpfe mit Aussaaterde gesät. Mit wenig Gießwasser auf der sonnigen Fensterbank haben die Kürbiskerne einen perfekten Standort für die Vorkultur. Sobald es draußen konstant über 5 °C bleibt, können die jungen Kürbispflanzen nach draußen in den Garten umgesetzt werden.

Der ideale Standort für den Kürbis

Die Kürbispflanze braucht recht wenig Pflege aber einen optimalen Standort, damit die Früchte bis zur Kürbisernte optimal gedeihen können. Vor der Umsiedelung sollte die Erde mit Kompost versetzt werden, damit das Substrat nährstoffreich ist. Zwar benötigt das Kürbisgewächs keine pralle Sonne, aber einen warmen und windgeschützten Standort, damit das tolle Gartengemüse beste Wachstumsbedingungen vorfindet.

Kürbisse sparsam gießen

Staunässe und zu großzügiges Wässern schaden der Kürbispflanze ebenso, wie das Austrocknen des Gemüses. Beim Gießen sollten Sie darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet und nur mäßig gießen.

Kürbisblüte von Juni bis August

Nicht erst der reife Gartenkürbis, sondern auch die leuchtende gelbe Trichterblume ist Zierde im Garten und sorgt für einen phantastischen Blickfang. Der Gartenkürbis bildet eine wunderschöne Kürbisblüte in leuchtendem Sonnengelb aus. Mit einem Durchmesser von bis zu 10 Zentimeter produziert jede Trichterblüte täglich etwa 28 mg Zucker. Für Bienen und Hummeln wirkt die Kürbisblüte sehr anziehen und so lockt der Kürbis die Nützlinge in Ihren Garten.

Die Kürbisernte & die Kürbislagerung

Kürbisernte von Sommer bis Spätherbst

Die Erntezeit des Gartenkürbis erstreckt sich von Sommer bis in die Herbstmonate. Es wird unterschieden zwischen Sommerkürbis und Winterkürbis. Die Kürbisfrucht reift bereits während ihrem Wachstum heran und kann bei Bedarf von der Pflanze abgeschnitten und verwendet werden. Umso später der Gartenkürbis geerntet wird, umso größer ist er und umso besser kann er eingelagert werden. Sobald jedoch die Außentemperaturen unter 10 °C sinken, muss das Gemüse geerntet und verwendet bzw. eingelagert werden, da die krautig und einjährig wachsende Kürbispflanze durch die niederen Temperaturen Schäden davon trägt, die auch der Kürbisfrucht schaden.

Kürbis nach der Erntezeit richtig einlagern

Nicht nur beim Anbau, sondern auch beim Einlagern stellt der Kürbis einige Ansprüche. Sommerkürbisse können 3 Monate eingelagert werden, Winterkürbisse halten sich bei guter Lagerbedingung bis zu 6 Monate. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von ca. 90 %. Die Lagertemperatur sollte zwischen 7 und 10 °C betragen, damit die Lagerfähigkeit optimal unterstützt wird.

Der Sommerkürbis hat eine noch dünne Kürbisschale, wodurch die Lagerfähigkeit nicht ganz so gut ist, wie beim Winterkürbis, der eine dickere Kürbisschale hat.

Rezept für eine leckere Kürbissuppe

Das Grundrezept Kürbissuppe

Zutaten für Kürbissuppe

  • 1 kg Fleisch vom Gartenkürbis ohne Kerne
  • 5 große Kartoffeln
  • 3 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 20 g Butter
  • 1 Brühwürfel
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Becher Sahne

Zubereitung der Suppe

Das gesamte Gemüse putzen. Kürbis, Kartoffeln und Möhren grob würfeln. Zwiebeln fein hacken und in Butter dünsten. Die gedünsteten Zwiebelwürfel mit Wasser ablöschen, das Gemüse hinzugeben, ebenso den Brühwürfel. Die Kürbissuppe für ca. eine halbe Stunde sanft köcheln lassen und mit dem Pürierstab zu cremiger Konsistenz mixen. Bei Bedarf mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Erst kurz vor dem Servieren die Sahne unterrühren.

Cremige Kürbissuppe exotisch

Damit Sie nach der Erntezeit Ihre Kürbisse in verschiedenen Gerichten verwenden können, folgt nun noch eine exotische Rezeptur.

Zutaten für die exotische Kürbissuppe

  • 1 kg Fleisch vom Gartenkürbis ohne Kerne
  • 5 große Kartoffeln
  • 1 Zwiebeln
  • 1 Peperoni
  • frische Ingwerwurzel
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 2 Eßlöffel Olivenöl
  • 400 ml Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer, Curry

Zubereitung der Suppe

Das gesamte Gemüse wird geputzt. Kürbis und Kartoffeln grob würfeln. Zwiebeln, Peperoni und Ingwer fein hacken, mit Olivenöl andünsten und mit der Brühe ablöschen. Das grobe Gemüse hinzugeben, köcheln lassen und nach dem Garen fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken. Die Kokosmilch nur zum Erwärmen in die Kürbissuppe geben.

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