Pflanzenkläranlage

Welche Pflanzen gehören in eine Pflanzenkläranlage?

Die Pflanzenkläranlage ist eine biologisch unbedenkliche und innovative Methode der Wasserreinigung. Campingplatzbetreiber, Einzelhöfe und immer mehr kleine Kommunen setzen auf das Reinigen von Wasser durch entsprechend geeignete Pflanzen. Grundsätzlich ist diese Art der Wasseraufbereitung auch für private Haushalte eine sinnvolle Option, die zumindest für Schwimmteiche geeignet ist.

Pflanzenkläranlage

Pflanzenkläranlage

Pflanzenkläranlage mit Repositionspflanzen

So genannte Repositionspflanzen werden als reinigende Pflanzen in einer Pflanzenkläranlage eingesetzt und übernehmen die Wiederaufbereitung von verunreinigtem Wasser. Der Begriff Repositionspflanze ist aus dem Lateinischen hergeleitet und bedeutet nichts anderes als ‚Wiederherstellung‘. Die reinigenden Pflanzen renaturieren Gewässer wie beispielsweise Gartenteiche sowie im Speziellen auch Schwimmteiche. Die Pflanzenkläranlage ist ein ökonomisches System, das auch ökologisch absolut wertvoll und selbst im privaten Bereich zu empfehlen ist.

So funktioniert die Pflanzenkläranlage

Spezielle Pflanzen werden bevorzugt in Pflanzenkläranlagen eingesetzt, um Wasser zu reinigen und dabei durch regenerative Eigenschaften frei von Chemikalien und andere Hilfsmittel die Wasserqualität deutlich zu verbessern. Zu den Repositionspflanzen zählen u. a.

  • Calla palustris
  • Geum rivale
  • Sagittaria sagittifolia

und zahlreiche Schilfarten. Bei der natürlichen Reinigung des Wassers geben die Pflanzen Sauerstoff in das Wasser ab und sichern gleichzeitig auch die Uferbefestigung. Es wird bei den im Wasser verwendeten Pflanzen der Pflanzenkläranlage unterschieden zwischen Unterwasserpflanzen und Schwimmblattpflanzen. Wissenschaftliche Experimente haben an den Tag gebracht, dass drei Elemente ideal sind, um die Wasseraufbereitung durch eine Pflanzenkläranlage zu begünstigen. In einer Hauptreinigungsstrecke durchströmt das Wasser vertikal; beim Durchströmen des Pflanzenbestandes erfolgt der Wasserdurchfluss idealerweise horizontal, um dann in den Schönungsteich zu fließen, wo abermals Pflanzen das Wasser reinigen. Der Schönungsteich sorgt für die letzte Reinigung des Wassers und setzt, wie auch die anderen Reinigungsphasen innerhalb der Pflanzenkläranlage auf Substrat und Mikroorganismen. Am Ende der Pflanzenkläranlage ist das Wasser geklärt und rein.

Pflanzenkläranlage auch für Gärten geeignet

Befinden sich entsprechend geeignete Wasserpflanzen in einem Gewässer, übernehmen diese auch ohne gezieltes Vorhaben die Wasserreinigung. Diese ist beispielsweise auch im herkömmlichen Gartenteich zu beobachten, wenn Herbstlaub das Teichwasser verunreinigt. Sobald es Sommer wird, haben reinigende Wasserpflanzen dafür gesorgt, dass das Teichwasser aufbereitet und gereinigt wurde.
Besitzen Sie einen Gartenteich, ist es daher durchaus sinnvoll, oben genannte Teichpflanzen in das Gewässer zu integrieren. Alternativ können Sie über einen spezialisierten Fachbetrieb mittlerweile leicht anzuwendende Systeme für eine Pflanzenkläranlage erwerben und mit einem Selbstbaupaket in Eigenleistung kostengünstig die Wasseraufbereitung selbst in die Hand nehmen. Da vornehmlich größere Teichgewässer mit einer Pflanzenkläranlage gereinigt werden, sollten Sie den großen Schönungsteich mit einem Radlader ausheben. Dieser kann kostengünstig tageweise angemietet werden. Denken Sie daran: Der Teichbau ist unter Umständen genehmigungspflichtig und muss daher behördlich gemeldet werden.

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