Pflasterstein Fugen unkrautfrei

Unkraut Fugen Pflastersteine – was hilft?

Fast jedes Grundstück verfügt über eine gepflasterte Einfahrt oder einen Hof bzw. Parkplatz, der durch Pflastersteine ordentlich verlegt wurde. Es ist kein Geheimnis, dass nach dem Pflastern die Fugen mit Sand ausgekehrt werden sollten, um ein schönes Erscheinungsbild zu gewährleisten und das Wachstum von Unkraut eindämmen zu können. Allerdings wirkt der eingekehrte Sand nicht dauerhaft als Unkrautsperre – bereits wenige Jahre nach den aufwändigen Pflasterarbeiten spriesst das erste Unkraut zwischen den Fugen empor und der gepflasterte Bereich verliert seine gepflegte Optik. Der Ratgeber “Unkraut Fugen Pflastersteine” gibt Ihnen nützliche Tipps, wie Sie von Anfang an Unkraut zwischen Fugen verhindern, Unkraut schnell entfernen und das Wachstum von Unkrautpflanzen eindämmen können.

Im Ratgeber gehen wir ebenfalls darauf ein, wie Sie beim Verlegen von Pflastersteinen mit einer Unkrautsperre effizient das Wachstum unerwünschter Pflanzen vermeiden können. Außerdem erfahren Sie, wie Sie auch auf bereits gepflasterten Wegen und Flächen Unkräuter entfernen und neues Wachstum reduzieren können.

Wir reden auch über

  • Unkrautvlies – Unkrautsperre für Pflastersteine & Fugen
  • Unkrautvernichter
  • Hausmittel gegen Unkraut
  • erlaubte und verbotene Methoden der Unkrautvernichtung
  • mit welcher Methode sich Unkraut am besten aus den Fugen zwischen Pflastersteinen entfernen lässt
  • welche Gartengeräte das Unkraut jäten vereinfachen
  • wie sich Steinfugen durch Versiegelung lange unkrautfrei halten lassen

Neues Pflaster: Bauen Sie eine Unkrautsperre ein!

Um wucherndes Unkraut zu vermeiden, hat sich sogenanntes Unkrautvlies beim Anlegen von Nutzgärten längst bewährt. Ein solches Vlies wird beispielsweise vor dem Anlegen von Nutzgarten, Ziergarten sowie zur Vorbereitung vom Teichbau eingesetzt. Unkrautvlies bzw. Unkrautfolie trägt maßgeblich dazu bei, das Unkräuter, die sich bereits im Mutterboden befinden, nicht nach oben durchwachsen können.

Beabsichtigen Sie, einen Teil Ihres Gartens mit Pflastersteinen auszulegen, sollten Sie keinesfalls darauf verzichten, den aufbereiteten Bodengrund mit einem solchen Vlies auszulegen.

Wie wirkt Unkrautvlies?

Grundsätzlich sollte beim Verlegen von Pflastersteinen der Boden vorbereitet werden. Dabei sind grobe Steine sowie Pflanzenreste und insbesondere Wurzeln so gut wie möglich zu entfernen. Allerdings ist es kaum möglich, auch tieferliegendes Wurzelwerk vollständig zu entfernen. Deshalb bleiben Wurzeln von Unkräutern oftmals zurück und suchen sich allmählich den Weg an die Oberfläche.

Unkrautvlies bzw. Unkrautfolie vermeidet, dass Sonnenlicht an die Wurzeln gelangt, wodurch das Wachstum der Unkräuter angeregt wird. Durch das Einbringen von Unkrautvlies wird die Photosynthese der Unkrautpflanzen verhindert und somit das Wachstum von Unkräutern eingedämmt. Zudem ist das Gartenvlies für Pflanzen undurchdringbar. Das Material, aus dem Unkrautvlies besteht, hat keine schädigende Auswirkung auf die Umwelt, sodass eine Anwendung unbedenklich ist. Gleichzeitig ist das Vlies durchlässig für Luft und Feuchtigkeit. Die Bildung von Schimmel und die Ansiedlung von Pilzen ist deshalb nicht zu befürchten.

Welches Unkrautvlies eignet sich als Unkrautsperre bei Pflastersteinen?

Vlies, das effizient das Wachstum von Unkraut verhindert, ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Nachfolgend haben wir für Sie die verschiedenen Stärken für die verschiedenen Anwendungszwecke zusammengefasst:

  • 50 g/m² Unkrautvlies für Nutzgarten
  • 80 g/m² Unkrautvlies für Nutzgarten, Ziergarten und Kieswege
  • 120 g/m² Unkrautvlies gegen Unkraut in Steingärten, für Gartenwege und Gartenhang
  • 150 g/m² Unkrautvlies extra stark für besonders zuverlässigen Schutz gegen Unkraut

Wie teuer ist Unkrautvlies für den Garten?

Die Preisspanne variiert je nach Stärke, Bahnbreite und Abnahmemenge. Je dicker der Vlies, desto teurer ist er in der Anschaffung. Jedoch rentiert es sich, eine bessere Qualität auszuwählen, wenn Sie dauerhaft das Problem Unkraut in den Fugen der Pflastersteine eindämmen wollen. Keinesfalls sollten Sie am falschen Ende sparen – sind die Pflastersteine verlegt, ist es aus wirtschaftlichen Gründen nicht rentabel, die Steine nochmal zu entfernen, um eine hochwertigere Vlieseinlage einzubringen.

Vermeiden Sie daher, besonders günstiges Vlies oder Unkrautfolie aus Plastik zu verwenden. Diese Materialien neigen dazu, relativ schnell zu reißen. Kunststofffolie begünstigt zudem Schimmelbildung und schädliche Pilze.

Unkraut in Fugen von Pflastersteinen vermeiden: Vlies richtig verlegen

Alleine die Auswahl eines hochwertigen Gewerbe-Vlies genügt nicht, um Unkraut zwischen den Fugen zuverlässig zu verhindern. Wichtig ist die richtige Vorlegetechnik, damit keine Lücken zwischen der Unkrautsperre entstehen oder es beim Verlegen des Gewebes zu Rissen kommt.

Boden von Steinen und Wurzeln befreien

Zunächst muss der Boden vorbereitet werden. Dazu gehört, größere Steine, Baumwurzeln und Wurzeln von Unkraut sorgfältig zu entfernen. Spitze Steine und starkes Wurzelwerk können das ausgebrachte Vlies beschädigen. Durch Risse im Gewebe würden sich im Boden verbliebene Wurzeln langfristig ihren Weg nach oben bahnen und das Unkraut würde zwischen den Pflastersteinen durchwuchern.

Zügiges Verlegen der Unkrautsperre

Nach der Vorbereitung des Bodens sollte das Gewebe zeitnah verlegt werden, damit verbliebene Wurzeln nicht durch das Sonnenlicht zum Wachsen angeregt werden. Die zügige Verlegearbeit verhindert auch, dass z. B. durch Wind Samen auf die bearbeitete Erde ausgebracht und zum Keimen gebracht werden.

Wirksame Unkrautsperre durch Vlies: Überlappende Bahnen verlegen

Unkräuter gelten als äußerst wuchsfreudig und sie suchen sich immer einen Weg nach oben.  Deshalb sollte Gartenvlies zur Eindämmung von Unkraut stets überlappend verlegt werden. Vermeiden Sie beim Verlegen, dass zwischen den einzelnen Vliesbahnen Lücken entstehen. Eine Überlappung von 5 bis 10 Zentimeter genügt, um eine flächendeckende Unkrautsperre herzustellen.

Gartenvlies vor Sonneneinstrahlung schützen – verlängert den Unkrautschutz

Vliesmaterial ist sehr gut witterungsbeständig. Allerdings kann Sonneneinstrahlung die Qualität negativ beeinträchtigen. Deshalb sollte das Vlies vollständig mit Erde, Sand bzw. mit Pflastersteinen abgedeckt sein, um vor Sonnenlicht und UV-Strahlen zu schützen. Dies erhöht die Lebensdauer des Materials.

Was hilft gegen Unkraut in Pflastersteinen Fugen?

Bei einem neu gepflasterten Weg oder bei einer Hofeinfahrt bzw. Terrasse mit Pflastersteinen eine Unkrautsperre einzuarbeiten, ist die beste Methode, mit der Sie Unkraut vorbeugen können. Doch die zuvor genannten Tipps helfen Ihnen nicht, wenn die Hofeinfahrt, der Parkplatz, der Gartenweg oder die Grundstücksfläche bereits gepflastert ist und auf die praktische Unkrautsperre verzichtet wurde.

Die Unkrautentfernung zählt zweifelsfrei zu den aufwändigen und nervtötenden Gartenarbeiten, erst recht, wenn das Unkraut Fugen der Pflastersteine verunstaltet. Denn bei der Unkrautentfernung muss jede Fuge einzeln behandelt werden, wenn zumindest für einige Wochen das Pflaster unkrautfrei sein soll. Leider gibt es dabei auch noch viel zu beachten, denn nicht alle Methoden zur Unkrautentfernung sind erlaubt.

Unkraut Fugen Pflastersteine

Unkraut entfernen: Was ist erlaubt, welche Methoden sind verboten?

Im Internet finden sich zahlreiche Tipps zum Unkraut entfernen. Diese einfach anzuwenden, sollte mit Vorsicht behandelt werden. Nicht jede Unkrautvernichter-Methode ist erlaubt!

Diese Unkrautvernichter sind verboten

Beliebt sind vor allem diverse Hausmittel, die zur Unkrautbekämpfung zwischen Steinfugen empfohlen werden. Dazu zählt beispielsweise die Anwendung von Essig, Essigessenz, Essigreiniger oder Salz. Die im Essig enthaltene Säure soll dem Unkraut den Garaus machen und die Unkrautpflanze zum Absterben bringen. Dafür wird Essig, Essenz oder ein haushaltsüblicher Essigreiniger im Verhältnis 1:5 mit Wasser vermischt und auf den oberirdisch wachsenden Teil der Unkrautpflanze gesprüht, um das unliebsame Kraut zum Absterben zu bringen. Eine Behandlung mit Salzwasser (ebenfalls Mischungsverhältnis 1 Teil Salz auf 5 Teile Wasser) trocknet das Unkraut aus und führt zum Absterben.

Um eine zuverlässige Wirksamkeit bei der Unkrautvernichtung zu erzielen, ist bei beiden Methoden ein hoher Anteil Essig bzw. Salz erforderlich. Da es zu einer Übersäuerung bzw. Übersalzung des Bodens kommt, stellen diese Methoden eine Umweltgefährdung dar – deshalb ist diese Art der Unkrautvernichtung verboten, wenn die Anwendung auf einer “unversiegelten Fläche” erfolgt. Da hohe Strafen drohen, sollten Sie diese Unkrautvernichtungsmethode nicht ergreifen.

Strafrechtliche Konsequenzen drohen auch, wenn Sie einen Unkrautvernichter aus dem Gartencenter oder Baumarkt verwenden. Darüber hinaus haben wirksame Chemikalien gegen Unkraut weitere Nachteile:

  • sie belasten die Umwelt in hohem Maße
  • gelten oftmals als krebserregend
  • versickern ins Grundwasser
  • töten auch erwünschte Pflanzen in der Nähe ab
  • können durch Regen und Gießwasser in Nutzbeete gespült werden und Gartenfrüchte belasten

Chemikalische Unkrautvernichter erreichen bei richtiger Anwendung die Unkrautwurzeln, wodurch eine langanhaltende Wirkung erreicht werden kann. Die Langzeitwirkung macht den Einsatz chemikalischer Substanzen beliebt. Allerdings stehen diesem Vorteil erhebliche Nachteile für Natur, Tiere und Menschen entgegen, weshalb auf chemische Unkrautvernichter verzichtet werden sollte.

Unkraut Fugen Pflastersteine: Diese Unkrautvernichtungsmethoden sind erlaubt

Während die zuvor genannten Methoden aufgrund der Umweltgefährdung verboten sind, sind diese umweltfreundlichen und meist mechanischen Maßnahmen gegen Unkraut erlaubt:

  • Unkraut jäten (mit der Hand)
  • Unkraut mähen (mit dem Rasenmäher)
  • Unkraut mit gekochtem Wasser überbrühen
  • Fugenbehandlung mit Brennesseljauche
  • Unkraut abbrennen
  • Unkrautentfernung mit Hochdruckreiniger
  • Pflasterstein-Fugen verfüllen
  • Unkrautbekämpfung durch Fugenversiegelung

Da jede Methode zur Unkrautbekämpfung Vorteile und Nachteile hat, gehen wir auf die einzelnen Möglichkeiten gesondert ein, damit Sie die für Sie beste Variante im Kampf gegen das Unkraut auswählen und effiziente Methoden kombinieren können.

Unkraut jäten mit der Hand: Mühsam, zeitintensiv und meist nur kurzfristiger Erfolg

Ganz egal, mit welcher Variante Sie dem Problem “Unkraut Fugen Pflastersteine” zu Leibe rücken, steht Ihnen eine Menge Gartenarbeit bevor. Das Unkrautjähten mit der Hand ist arbeits- und zeitintensiv. Wenn Sie sich der Unkrautbekämpfung annehmen und regelmäßig kleine Pflänzchen entfernen, kommen Sie den Unkräutern zwischen den Fugen gut bei. Gepflasterte Flächen sehen ordentlich und gepflegt aus.

Am einfachsten ist das Unkraut jäten, wenn die Fugen gut gewässert sind, zum Beispiel nach einem kräftigen Regenschauer. Dann lassen sich junge Unkrautpflanzen meist mit Wurzeln entfernen und es dauert länger, bis neue Unkräuter nachwachsen. Wird das Wurzelwerk nicht vollständig entfernt, breitet es sich unter den Pflastersteinen aus. Über die Jahre hinweg entstehen so starke Wurzelausläufer und es kann ein unterirdisches Wurzelnetz entstehen.

Gartengeräte zum Entfernen von Unkraut

Das Jäten von Unkraut ist auf einer kleinen Fläche leicht zu bewerkstelligen. Bei großen Flächen geht diese Form der Grundstückspflege gehörig in den Rücken. Entfernen Sie das Unkraut im Bücken, verwenden Sie Knieschoner, um Ihre Kniegelenke zu schützen.

Bequemer lässt sich das Unkraut jäten, wenn Sie einen Fugenkratzer als Aufsatz für einen Besenstiel verwenden oder einen Schnurnagel, den Sie durch die Fugen schieben, um das Unkraut zu entfernen.

Elektrische Fugenbürste für bequeme Unkrautentfernung

Ein weiteres tolles Gartenwerkzeug ist der elektrische Fugenreiniger bzw. elektrische Fugenbürste. Dieses praktische Gartengerät entfernt entweder mit Kunststoffbürsten oder Stahlbürsten das Unkraut und erleichtert die lästige Gartenarbeit ungemein. Die Anschaffung rentiert sich. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass Stahlbürsten für das Gartenwerkzeug nachgekauft werden, da diese einem Verschleiß unterliegen.

Stahlbürsten oder Kunststoffbürsten – was ist die bessere Wahl? Stahlbürsten reinigen besonders gründlich und haben kaum Verschleiß. Sie können jedoch bei weichen Pflastersteinen Kanten beschädigen oder Abrieb erzeugen. Kunststoffbürsten sind relativ weich und schonen weiche Pflasterscheine. Bürsten aus Kunststoff haben einen höheren Verschleiß und müssen daher öfter ausgetauscht werden.

Unkraut mähen mit dem Rasenmäher: Kann Wachstum von Unkraut anregen

Einige Grundstücksbesitzer kommen auf die Idee, während dem Rasenmähen einfach mit dem Rasenmäher über die Pflastersteine zu fahren. Das kürzt zumindest die Unkrautpflanzen ein und sorgt optisch für ein schnelles Ergebnis.

Da beim Abmähen keine Wurzeln entfernt werden und es unterirdisch zur Ausbreitung der Wurzelunkräuter kommt, führt diese Methode meistens dazu, dass sich das Wachstum durch die Steinfugen langfristig verschlimmert und nach einigen Jahren alle Fugen der Pflastersteine mit Unkraut bewachsen sind.

Ein weiterer Nachteil: Wenn noch klein gewachsenes Unkraut Fugen Pflastersteine verunstaltet, lässt sich das Unkraut nur bis zu einer bestimmten Schnitthöhe einkürzen. Die meisten Unkrautpflanzen wachsen schnell nach. Der Erfolg bei der Unkrautentfernung ist daher nur von kurzer Dauer.

Haben Sie einen Rasenmäher, bei dem Sie die Schnitthöhe auf wenige Millimeter einstellen können, kann das Unkraut weitestgehend abgemäht werden. Ist das Pflaster abgesackt und einige Kanten stehen heraus, kann es passieren, das Sie das Schneidemesser beschädigen.

Unkraut mit gekochtem Wasser überbrühen: Eine gefährliche Gartenarbeit

Die vom Unkraut befallenen Fugen mit kochendem Wasser zu behandeln, ist umweltfreundlich und zumindest für einige Monate erfolgreich, da auch die Wurzeln zumindest teilweise erreicht werden. Allerdings ist das Verfahren aufwändig und gefährlich, weil viele Töpfe mit kochend heißem Wasser geschleppt werden müssen.

Fugenbehandlung mit Brennesseljauche: Nicht für jedes Unkraut geeignet

Eine Variante ist die Behandlung von Pflasterfugen mit einer selbst angesetzten Brennesseljauche. Hierfür werden 1 kg frische Brennnesselpflanzen mit 10 Liter kochendem Wasser in einem Eimer angesetzt. Der abgedeckte Eimer bleibt etwa 2 Wochen in der Sonne stehen. Die Jauche sollte täglich umgerührt werden und ist nach etwa 2 Wochen einsatzbereit.

In einer Verdünnung von 1:10 können die Unkraut-Fugen damit behandelt werden. Bei hartnäckigen Unkräutern unverdünnte Brennnesseljauche anwenden. Viele Unkrautpflanzen lassen sich mit der Brennnesseljauche auf biologische Weise bekämpfen. Allerdings wirkt die Jauche auf manche Pflanzen als natürlicher Biodünger und kann daher den Unkrautwuchs verschiedener Gewächse fördern.

Unkraut abbrennen: Umweltfreundlich Unkraut vernichten

Das Abflammen von Unkräutern ist umweltfreundlich und kostengünstig. Es muss jedoch ein Gasbrenner bzw. ein Abflammgerät angeschafft werden. Arbeiten im Bücken ist nicht erforderlich und somit ist die Methode mit dem Unkrautbrenner z. B. im Vergleich mit Unkraut jäten deutlich weniger anstrengend.

Vernichtet werden lediglich die oberirdischen Pflanzenteile. Die Wurzeln verbleiben unbeschadet im Erdreich. In Abständen von 2-3 Monaten muss das Abflammen von Unkrautpflanzen wiederholt werden.

Diese Art der Unkrautvernichtung eignet sich ausschließlich für gepflasterte Bereiche und sollte möglichst an einem windstillen und trockenen Tag durchgeführt werden. Ein Nachteil: In der trockenen Jahreszeit ist höchste Vorsicht geboten! Trockene Sträucher könnten in Brand geraten.

Unkrautentfernung mit Hochdruckreiniger: Unkrautvernichtung mit Nachteilen

Der Hochdruckreiniger ist bei vielen Gartenbesitzern und Eigenheimbesitzern ein beliebtes Reinigungsgerät, das bestens geeignet ist, um Pflastersteine zu reinigen. Mit ihm lässt sich Moos entfernen und der Hochdruckreiniger kann zur Unkrautentfernung eingesetzt werden.

Trifft der Wasserstrahl etwa im 45° Winkel auf die Fugen der Pflastersteine, sprengt der harte Wasserstrahl die oberirdischen Pflanzenteile aus den Fugen heraus. Die Unkrautwurzeln bleiben meist unbeschadet im Boden, sodass auch bei diese Methode zwischen den Fugen nach wenigen Wochen das Unkraut nachwächst.

Mit dem Hochdruckreiniger Unkraut entfernen hat einen gravierenden Nachteil. Nicht nur die Unkrautpflanzen werden aus den Steinfugen entfernt. Der Wasserstrahl spült auch den Sand zwischen den Fugen der Pflastersteine heraus, was dazu führt, dass Unkrautpflanzen es künftig noch leichter haben, zwischen den Fugen zu wachsen. Daher muss regelmäßig Fugenmaterial zwischen die Pflastersteine eingearbeitet werden.

Pflasterstein-Fugen verfüllen: Sand oder Steinmehl in Fugen einkehren

Sand und Steinmehl hemmen Unkraut in Fugen der Pflastersteine. Beide Materialien sollten bereits unmittelbar nach den Pflasterarbeiten in die Fugen einkehrt werden, um das Wachstum unliebsamer Pflanzen zu verhindern. Sand ist besonders preisgünstig, Steinmehl ist teurer, soll aber effektiver in der unkrauthemmenden Wirkung sein.

Sand in Fugen einkehren

Durch Wind, Regen, Fegen und ggf. die Behandlung mit dem Hochdruckreiniger werden die Füllsubstrate allmählich aus den Steinfugen entfernt. Gelegentlich ist das Einkehren in die Steinfugen zu wiederholen. Bevor bei einem älteren Pflaster erneut Sand bzw. Steinmehl eingekehrt wird, sollte zuvor sorgfältig Unkraut entfernt werden.

Unkrautbekämpfung durch Fugenversiegelung: Langfristige Unkrautsperre

Die effizienteste Unkrautprävention ist die Pflasterfugen Versiegelung. Dies kann direkt nach dem Pflastern oder nachträglich bei gepflasterten Flächen erfolgen und eignet sich für

  • Terrassenpflaster
  • Gehwegpflaster
  • Natursteinpflaster
  • Betonsteinpflaster
  • Klinkerpflaster
  • usw.

Bei Pflastersteinen: Fugenversiegelung gegen Unkraut

Früher war die Fugenversiegelung durch Zement oder Fugenmörtel üblich. Heute gibt es effektivere Lösungen, wie etwa Pflasterfugen auf Kunstharzbasis oder mit Epoxidharz. Dabei bleiben die Fugen elastisch, sodass sie problemlos Temperaturschwankungen standhalten und sich auch nach vielen Jahren keine Risse in den Fugen bilden. Fugenversiegelung aus einem Kunstharzgemisch sind frostfest.

Es gibt Nachteile:

  • Fugenversiegelung ist kostspielig, da durch eine Fachfirma durchgeführt werden sollte.
  • Wird die Fugenversiegelung nicht professionell durchgeführt, kann es zu Rissen im Füllmaterial kommen und Unkraut kann sich durch die Fugen drängen.
  • Das beste Ergebnis lässt sich erzielen, wenn Pflaster direkt nach dem Verlegen versiegelt werden.
  • Soll ein bereits älteres Pflaster versiegelt werden, müssen alte Füllmaterialien entfernt werden.

Unkraut aus Fugen entfernen und Pflastersteine unkrautfrei halten – unser Fazit

Fugen zwischen Pflastersteinen von Unkraut befreien und unkrautfrei halten, ist leichter gesagt, als getan. Ob Bürgersteig, Einfahrt, Terrasse, Gehweg, Gartenweg oder Hof zeigt sich, dass es kaum möglich ist, Unkraut aus Fugen dauerhaft entfernen zu können.

Langfristige Lösungen wie eine Pflastersteinversiegelung sind teuer und garantieren nicht immer ein dauerhaftes Ergebnis, dass Steinfugen unkrautfrei bleiben. Somit ist es meistens unerlässlich, zumindest in gewissen Zeitabständen unerwünschte Pflanzen aus Steinfugen zu entfernen.

Möchten Sie Pflaster und Fugen von Unkraut befreien, erleichtern Ihnen verschiedene Gartengeräte die lästige Arbeit ungemein. Vor allem die Geräte, die Ihnen das Unkraut entfernen ohne Bücken ermöglichen:

  • elektrischer Fugenreiniger
  • Abflammbrenner
  • Hochdruckreiniger
  • Rasenmäher

Unseres Erachtens liegt die elektrische Fugenbürste im Vergleich mit den anderen Werkzeugen eine Nasenlänge vorne. Wer jedoch im Besitz eines der anderen Geräte ist, sollte ausprobieren, ob sich damit bei der Unkrautbekämpfung ein gutes Ergebnis erzielen lässt, bevor ein neues Gerät angeschafft wird.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.