Grundstück sichern – Einbruch erfolgreich abwehren

Bei steigender Anzahl von Wohnungseinbrüchen sinkt gleichzeitig die prozentuale Aufklärungsquote. Zwar sind die meisten Haushalte gegen Einbruchdiebstahl versichert, so dass der entstandene wirtschaftliche Schaden durchaus noch ausgeglichen  werden kann. Allerdings sind Einbrüche traumatische Ereignisse, die für jedes Opfer zur massiven Belastung werden. Darüber hinaus passen viele Haus- und Wohnungseinbrüche dann, wenn die Bewohner zuhause sind. Es besteht also neben dem Sachschaden auch die Gefahr, dass Hausbesitzer oder Wohnungsmieter vom Einbrecher angegriffen werden. Um das Risiko von Einbrüchen zu reduzieren, sollte jeder Wohnung, Haus und Grundstück sichern und wirksamen Einbruchsschutz herstellen.

Wie kann man Haus und Grundstück sichern?

Wohnungsmieter haben nur bedingt die Möglichkeit, die Wohnung zu sichern, allerdings können auch Mieter einer Wohnung teilweise nachfolgende Tipps anwenden. Eigenheimbesitzer sollten in jedem Fall ausführlich sich mit dem Thema Sicherungsschutz bzw. Einbruchsschutz auseinandersetzen, da insbesondere Eigenheime bei Einbrechern beliebt sind. Entgegen aller Annahmen haben es Täter nicht nur auf besonders Wohlhabende abgesehen, sondern steigen sehr gerne – und leichter auch sehr leicht – in „einfache Familienhäuser ein“, da diese kaum wirksamen Einbruchsschutz haben.
Familienhäuser weisen zahlreiche Sicherheitslücken auf, die nicht nur am Haus vorhanden sind. Das Gartengrundstück selbst stellt eine große Sicherheitslücke dar und kann einem Einbrecher sogar noch Schutz bieten, damit Terrassentür, Kellertür oder Fenster in aller Ruhe aufgebrochen werden können.

Alarmanlage schützt Garten und Haus

Mit einer Alarmanlage haben Sie die direkte Möglichkeit, das Haus zu sichern bzw. beim Einbruchsversuch einen Alarm auslösen zu lassen. Eine gute Alarmanlage sollte immer von einem Fachbetrieb installiert werden, da die Experten die besonders gefährdeten Einbruchsstellen kennen und daher am besten wissen, was beim Einbau von Alarmanlagen berücksichtigt werden muss. Erfahrene Sicherheitsexperten beraten auch dahingehend, wie Sie neben dem Haus auch das Grundstück sichern können, denn nur die Kombination von Einbruchsprävention, effizienter Einbruch-Abwehr sowie Alarmmeldesystem

Einfriedung und Einsehbarkeit

Sichtschutz im Garten ist eine tolle Sache und wahrt die Privatsphäre von Grundstücksbesitzern. Allerdings schützen Mauern, Zäune und Sichtschutzhecken auch Einbrecher bei ihrer „Arbeit“ und machen den Einbruch somit denkbar leicht. Können Einbrecher ungestört sich an Fenstern und Türen zu schaffen machen, ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis die Alarmanlage überwunden und der Zutritt zum Haus geschafft ist. Selbst, wenn die Alarmanlage ausgelöst wird und die Sirene die gesamte Nachbarschaft aufmerksam macht, sorgen Sichtschutzelemente dafür, dass der bzw. die Einbrecher nicht gesehen werden. Es gibt somit keine Täterbeschreibung, was letztlich dafür sorgt, dass die Aufklärungsquote bei Einbruchsdiebstählen wie z. B. in 2015 bei mageren 15,2 % lag.

Mechanischer Schutz reduziert Einbruchserfolge

Um Haus und Grundstück sichern zu können, hilft tatsächlich nur die mechanische Sicherung und das Verhindern, dem Täter Sichtschutz zu bieten. Das Onlinemagazin Spiegel bezieht sich in diesem Artikel auf BDK-Chef André Schulz, der mutmaßt:

„Auch wenn man die Zahl der Streifenwagen verdoppeln würde, hätte es keinen spürbaren Einfluss auf die Aufklärungsquote.“ Im Zweifel geben sich die Täter unscheinbar, bis der Wagen vorbeigefahren ist.“

Es gilt daher, Tätern unmissverständlich klar zu machen, dass Grundstück und Haus Widerstand und keinen Täterschutz bieten.

So bieten Sie Widerstand gegen Einbruchsdiebstahl

Damit Sie Haus und Grundstück sichern und für Einbrecherbanden und Einzeltäter uninteressant machen, sollten Abwehr- und Sicherungsmaßnahmen für die Täter sichtbar sein.
Dabei können und sollten Sie folgende Maßnahmen berücksichtigen:

  • Umzäunen Sie Ihr Grundstück lückenlos.
  • Vermeiden Sie, dass Täter z. B. auf Mülltonnen oder kleine Gartenhäuser oder Geräteschuppen klettern können, um die Einfriedung zu überwinden.
  • Entfernen Sie Kletterhilfen (Rankgitter, Leitern usw.) vollständig vom Grundstück.
  • Verzichten Sie darauf, Ihr Grundstück uneinsehbar zu machen.
  • Vermeiden Sie „tote Winkel“, die Einbrechern es erlauben, ungesehen an Türen und Fenstern hantieren zu können.
  • Bringen Sie Schilder gut sichtbar an, auf denen Sie hinweisen, dass Haus und Grundstück alarmgesichert sind.
  • Lassen Sie von einem Fachbetrieb gut sichtbar Überwachungskameras, zumindest aber Kamera Attrappen installieren.
  • Beauftragen Sie eine Fachfirma damit, durch eine Alarmanlage ausreichenden Einbruchsschutz herzustellen.
  • Stellen Sie im Garten Bewegungsmelder (optisch und akustisch) auf, damit beim Betreten des Grundstücks dies nicht unbemerkt bleibt.

Da Täter immer raffinierter und professioneller werden, sollten Sie sich grundsätzlich von einem Fachbetrieb sowie bei der Polizei über weitere Methoden beraten lassen, wie Sie Einbruchsdiebstähle verhindern können.

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