Schwimmteich statt Schwimmbecken

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Im Teich schwimmen – Alternative zum Pool

Als Hausbesitzer steht man oftmals zwischen der Wahl, ob im Garten ein ein Teich oder ein Schwimmbecken integriert wird. Dabei muss dies keine Entweder-Oder-Entscheidung sein. Der Schwimmteich ist eine beliebte Option, beides miteinander zu vereinen. Der Schwimmteich ist eine schöne Lösung, die voll und ganz im Einklang mit der Natur steht.

Die Grundidee baut darauf auf, ein natürliches Wasserbiotop anzulegen, das in sich einen selbst regulierenden Kreislauf einschließt. Stimmt das biologische Gleichgewicht, braucht der Badeteich nur wenig Eingriffe von Menschenhand und wird deshalb nicht zur Belastung für die Umwelt, bietet gleichzeitig jedoch einen enormen Freizeitwert im Garten.

Schwimmteich im Garten
Schwimmteich im Garten

Welche Pflege braucht ein Schwimmteich?

Ein Badeteich wird in der Form angelegt, dass bestimmte Bereiche vornehmlich durch natürliche Vorgänge für die Wasserqualität sorgen, während in einem anderen Bereich geschwommen werden kann. Bei sorgfältiger Planung braucht der Schwimmteich nur wenig Pflege. Jedoch muss eine Grundversorgung gewährleistet sein. Hierzu zählt es, den Teich stets im Auge zu behalten und die Wasserqualität zu prüfen. Schon bei den ersten Anzeichen von Algenbildung kann dieser effizient vorgebeugt werden, um das Kippen des Teiches zu verhindern.

Der Zeitfaktor ist ein wichtiges Kriterium und gibt vor, welche Teichpflege zu welchen Zeiträumen am sinnvollsten bzw. überhaupt möglich ist. So ist beispielsweise im September damit zu beginnen, Laub aus dem Gewässer zu fischen. Bis in den Oktober hinein wird faules Laub gründlich entfernt, damit der Teich nicht zu stark verunreinigt wird. Trotzdem muss im Frühjahr nochmals Schlamm entfernt werden, der sich im Winter auf dem Teichgrund abgesetzt hat. Abgestorbene Pflanzenteile müssen im März entfernt und beispielsweise mit einem so genannten Schlammsauger Bodenschlämme aufgesogen werden. Im August werden alle Teichfilter auf Funktion geprüft und gereinigt. Der Wasserstand wird kontrolliert; gegebenenfalls muss Wasser nachgefüllt werden.

Ebenso, wie der gewöhnliche Gartenteich stehen vor und nach dem Winter ein paar Pflegemaßnahmen an, damit der Gartenteich im Frühling ein gesundes Klima hat. Ist der Badeteich mit Fischen belebt, müssen diese unter Umständen in ein Winterquartier umgesiedelt werden bzw. Maßnahmen ergriffen werden, um das Vereisen der Wasseroberfläche zu verhindern. Außerdem muss der Fischbestand am besten monatlich auf Krankheiten und Parasiten überprüft werden. Kranke Tiere werden in ein Isolierbecken umgesiedelt. Die Wasserpflanzen sind ebenfalls zu beobachten. Gelbe Blätter werden entfernt, ebenso wie verfaulte oder abgestorbene Pflanzen.

Zwar klingt dies nach viel Arbeit und einem intensiven Pflegeprogramm. Doch all diese Dinge lassen sich mit relativ kurzem Zeitaufwand erledigen und verhindern ein Umkippen des Schwimmteichs.

Planung für den Schwimmteich

Ausreichende Größe für den Badeteich

Um einen Badeteich anzulegen, muss ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Pro Person, die zum Schwimmen in den Badeteich geht, sollten wenigstens 10 m³ Wasser zur Verfügung stehen, um auf diese Weise die Verkeimung zu verdünnen. Die Wassertemperatur sollte an der Oberfläche 23 °C nicht überschreiten, weil sonst die Wasserverkeimung verstärkt würde. Insofern ist es je nach regionaler Lage sinnvoll, einen Teil des Schwimmteichs in Schattenlage zu planen.

Schwimm- und Filterzonen im natürlichen Pool

Der Schwimmteich besteht aus zwei Zonen: Schwimmzone und Regenerationszone. Zwischen den einzelnen Zonen muss eine ordentliche und kontinuierliche Wasserbewegung gegeben sein, damit regeneriertes Teichwasser regelmäßig in die Schwimmzone und Wasser aus dem Schwimmbereich zur Regeneration in die Aufbereitungszone fließt.

Je nach Teichvariante und Teichgröße können auch mehrere Zonen angelegt werden. So kann der Schwimmteich mit einem eigenen Bereich für Fische ausgestattet werden. Dieser sollte mindestens 70 Zentimeter tief sein. Noch besser ist eine Wassertiefe von mehr als 1 Meter, so dass die Tiere im Teich überwintern können, wenn die Wasseroberfläche eisfrei gehalten wird.

Grundsätzlich werden die Zonen mit verschiedenen Tiefen ausgestattet, um so verschiedene Wasserpflanzen das jeweils beste Milieu zu bieten. Das Schwimmbecken kann ebenfalls in diverse Bereiche unterteilt werden. So ist auch eine flachere Schwimmlandschaft denkbar, wenn Kinder den Badeteich ebenfalls nutzen. Grundsätzlich ist auf die Sicherheit für Kinder und Haustiere zu achten. Wenn Sie sich unsicher sind, raten wir dazu, professionelle Hilfe zumindest bei der Planung des Teichs heranzuziehen, wie auch hier empfohlen wird.

Teichanlage mit Teichfolie oder Schale

Für die Anlage dieses Teichs wird zumeist Teichfolie verwendet. Mitunter können auch einzelne große Teichschalen miteinander verbunden werden. Dabei stellen sich jedoch besondere Herausforderungen. Außerdem kann Ton, Beton oder GFK verwendet werden. Gängig ist jedoch die Teichanlage mit starker Teichfolie, weil dies die günstigste und die einfachste Variante sein dürfte. Die Folie muss ab einer gewissen Größe, die beim natürlichen Badeteich immer erreicht wird, in mehreren Bahnen verbunden werden, um das ungewollte Versickern des Teichwassers zu verhindern. Der Erdaushub muss sorgfältig erfolgen. Steine und Wurzeln müssen entfernt werden, Vlies wird als Wurzelbremse unter die Folie verarbeitet.

Die Regenerationszonen im Teich

Im herkömmlichen Schwimmbecken wird das Wasser durch die Hinzugabe von Chlor desinfiziert. Im Schwimmteich übernehmen Pflanzen und Mikroorganismus die Reinigung und Regeneration des Teichwassers. Die Zonen für die Regeneration sollten etwa ähnlich groß sein, wie der Schwimmbereich und werden mit Kies ausgelegt. Der Kies bietet eine Ansiedelungsmöglichkeit für die Mikroorganismen. Durch eventuell zusätzliche mechanische Filter wird das aufbereitete Wasser filtriert in das Schwimmbecken geleitet. Die Filtrierung des Gewässers kann durch verschiedene Filterschichten (Kies und Sand) erreicht werden.

Was kostet ein Schwimmteich?

Der Teichbau kostet Geld und letztlich lässt sich nie genau voraussagen, in welcher Höhe die Kosten für den Teichbau einkalkuliert werden müssen. Nur eine Fachfirma kann einen präzisen Kostenvoranschlag machen.

Ein Schwimmteich kann – ordentliche Recherche im Vorfeld vorausgesetzt – gut alleine angelegt werden. Dies senkt die Kosten rapide. Selbstverständlich kann die Teichgröße anhand eines bestimmten Budgets orientiert werden. Dennoch sollte die Größe immer so angelegt werden, dass der Wasserbereich auf die Anzahl der schwimmenden Personen (mind. 10 m³) nicht unterschritten wird. Ebenfalls muss bedacht werden, dass ein Fischbestand ebenfalls die Teichbaukosten heraufsetzt, weil die Teichfische ihren eigenen Raum brauchen.

Zu Bedenken sind des Weiteren die laufenden Kosten. Hierbei lässt sich kaum ein fester Betrag beziffern, da die Gartenteichanlage von immens vielen Faktoren abhängt. General kann festgehalten werden: Je gründlicher die Vorbereitung und die Teichpflege, umso niedriger sind die laufenden Kosten.

Sparen am falschen Ende ist fatal, weil hierdurch die Gefahr größer ist, dass das Biotop kippt und nicht mehr zum Schwimmen im Garten genutzt werden kann. Dann ist der Ärger groß, der sich jedoch bei guter Vorbereitung verhindern lässt. Geht man dieses Bauvorhaben richtig und mit Sorgfalt an, ist ein Badeteich im Garten wahrlich eine Bereicherung und steigert den Freizeitwert auf dem eigenen Grundstück enorm.

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