Werkzeug für Gartenarbeit

Gartenwerkzeuge – reparieren oder neu kaufen?

Kann man Gartengeräte selbst reparieren?

Jährlich muss für die Gartenarbeit das ein oder andere Utensil und Gartenwerkzeug neu angeschafft werden. Trotzdem muss nicht immer alles gekauft werden, wenn Gartengeräte Verschleißspuren aufzeigen oder kaputt sind. Vieles lässt sich selbst reparieren und ausbessern, so dass man die unverzichtbaren Gartenhelfer durchaus noch ein paar Jahre verwenden kann. Um zu entscheiden, ob man selbst ausbessern kann oder doch eine Neuanschaffung sinnvoll ist, sollte das handwerkliche Können als wichtiger Ratgeber herangezogen werden und natürlich auch der Sicherheitsaspekt ist dringend zu berücksichtigen. Vor allem bei Gartenwerkzeug wie Rechen, Spaten oder Schaufel kann man sehr gut selbst den Schaden beheben. Anders ist es bei elektrischen Geräten. Funktionieren sie nicht mehr, sollte tunlichst davon abgesehen werden, sie eigenständig einer Reparatur zu unterziehen.

Werkzeug für Gartenarbeit

Werkzeug für Gartenarbeit

Beim Gartenwerkzeug immer auf gute Qualität achten

Führt man sich vor Augen, dass Gartenwerkzeug enormer und vielseitiger Beanspruchung ausgesetzt ist, leisten die Gartenhelfer durchaus beachtliches. Bei der Anschaffung zahlt es sich daher aus, für Gartenwerkzeuge etwas mehr auszugeben und beispielsweise bei Fiskars in qualitatives Markenwerkzeug zu investieren. Billige No-Name Geräte, wie sie häufig im Discounter für kleines Geld angeboten werden, sind fast immer aus minderwertigem Material hergestellt. Da kann schon mal gerne ein Zinken aus dem Rechen brechen oder sich die Schaufel verbiegen. Wobei dies eher kleinere Schäden sind, die noch zu verkraften sind. Schlimmer wird es, wenn sich beim Holzspalten das Unterteil der Axt vom Holzstiel löst und sich selbständig macht. Es geht also nicht nur darum, dass minderwertige Gartengeräte schneller kaputt gehen, sondern dass sie auch eine Gefahr im Punkt Sicherheit darstellen. Je nachdem, welches Gartenwerkzeug man anschafft, sind auf folgende Dinge zu achten:

  • hochwertiger, rostfreier Qualitäts-Edelstahl (z. B. bei Schippen)
  • robustes Holz (z. B. bei Werkzeugstielen)
  • antihaftbeschichtete Klingen (z. B. bei Heckenscheren)
  • ergonomische Griffformen (z. B. bei Bypass-Scheren)
  • ausreichende Stiellänge ( z. B. bei Unkrautausstecher)
  • gummierte Griffflächen ( z. B. bei Gartenaxt)

Des Weiteren sollten alle Gartengeräte sicherheitsgeprüft sein und entsprechende Prüfsiegel aufweisen. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass bei Billigmarken kaum Ersatzteile oder Zubehör erhältlich sind. Will man später etwas reparieren oder die Ausstattung erweitern, dann bereut man schnell, nicht auf eine Marke gesetzt zu haben, die Ersatzteile führt und oftmals auch eine Nachkaufgarantie anbietet.

Gartenarbeit im März

Gartenarbeit mit gutem Gartenwerkzeug einfacher

Regelmäßige Wartung und Pflege hebt die Lebenszeit

Selbstverständlich haben auch Markengeräte nicht zwingend eine unbegrenzte Lebensdauer. Behandelt man Gartenwerkzeuge gut, dann lässt sich jedoch viel dazu beitragen, die Lebenserwartung vom Gartenwerkzeug deutlich zu verlängern. Dann lohnt sich ohnehin die etwas teurere Anschaffung. Besteht die Möglichkeit, einen Geräteschuppen in den Garten einzuplanen, sollte man das auf jeden Fall tun. Er bietet Gartenwerkzeug und ebenso auch Saatgut sowie anderem Gartenzubehör Schutz vor Wind und Wetter und insbesondere auch elektrische Gartengeräte werden vor Feuchtigkeit geschützt. Ganz nebenbei sorgt ein solches Gerätehaus auch dafür, dass der Garten ordentlich aussieht und nichts mehr gesucht werden muss.

Einige Tipps zu Pflege und Wartung

Es lohnt sich, regelmäßig alle Gartengerätschaften zumindest einer Sichtkontrolle zu unterziehen. Insofern man etwa bei Schrauben oder Nieten Rostbildung feststellt, kann Rostentferner angewendet werden und zudem mit einem Klarlack die betreffende Stelle überlackiert werden. Auf diese Weise verhindert man, dass Rost nach innen dringt und Schwachstellen produziert. Dies gilt im Übrigen auch für Gartenmöbel.

Kleine Schäden sofort reparieren

Bei Gartenwerkzeugen wie Rechen, Spaten, Schaufeln und Harken kann durchaus nach einigen Jahren der Holzstiel abbrechen. Immerhin bewegt man damit schwere Lasten und Verschleiß bleibt nicht aus. Für solche Zwecke ist es immer praktisch, wenn man einen Holzstiel in Reserve hat. Falls der Durchmesser nicht passt, kann meist mit einer groben Feile nachgeholfen werden. Nun noch einen Nagel durch Stiel und Ösen, fertig ist die kleine Reparatur. Wer sofort Reparaturen erledigt, erspart sich so manchen Neukauf, weil alles intakt und vorhanden ist, wenn es im Garten gebraucht wird.

Zum Überwintern einlagern

Generell sollten Gartenwerkzeuge immer über den Winter eingelagert werden. Auch, wenn sich hartnäckig die Theorie hält, das Dreck altes Gartengerät zusammenhält, raten wir dazu, vor dem Überwintern (und zwischendurch) zu reinigen. Metall freut sich zusätzlich über eine Abreibung mit einem nicht harzenden Öl. Leinöl ist sehr zu empfehlen. Bewegliche Gelenke und Scharniere bleiben wesentlich länger intakt, wenn sich Sand und Steinchen entfernt und regelmäßig mit Fett oder Graphitstaub geschmiert wird. Auch Holzstiele vertragen spätestens nach Abschluss der Gartenarbeiten im Herbst Öl. Das hält das Holz länger intakt und kann auch Schädlinge fern halten.

Reparieren statt wegwerfen

Ein sehr vorbildlicher Trend ist „Reparieren statt wegwerfen“. Bürger trotzen der Wegwerfgesellschaft und so finden sich allerorts kleine Werkstätten oder Börsen, bei denen man mit kaputten Haushaltsgegenständen einfach vorbei gehen kann, um sie für einen geringen Betrag reparieren zu lassen. Wer sich selbst nicht zutraut, defekte Gartenwerkzeuge oder Gartengeräte wieder instand zusetzen, kann dort sein Glück versuchen. Dies ist günstiger, als eine Neuanschaffung und wenn es sich beim Reparaturgut sogar noch um ein hochwertiges Markengerät handelt, dann lohnt sich die kleine Investition auf jeden Fall. Wie das funktioniert? Schauen Sie selbst.

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