Bodendecker Pflanzen machen wenig Arbeit

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Oft mit Unkraut gleichgesetzt und deshalb aus dem Garten verbannt, zählen Bodendecker dennoch zu tollen Pflanzen für die Begrünung. Bodendeckerpflanzen verfügen über nützliche Eigenschaften und eignen sich bestens, um den Garten zu bepflanzen, Blumenbeete zu schmücken oder pflegeleichte Gewächse auf das Grundstück zu holen. Bodendecker sind nicht immer nur Grünpflanzen sondern es gibt sie auch als bunte Pflanzen, die zusätzlich Farbtupfer in den Garten bringen.

Bodendecker: Robust und pflegeleicht

Der größte Nutzen der Bodendecker ist darin zu sehen, dass sie perfekt sind, um schwer zugängliche Stellen optisch ansprechend zu bepflanzen oder es darum geht, die Gartenarbeit zu reduzieren. Sie benötigen weniger Pflege, als Rasen und Blumen, sehen aber toll aus.

Weitere Vorteile der Bodendecker:

  • Sie gedeihen oft dort, wo sonst andere Zierpflanzen nur schlecht oder gar nicht wachsen.
  • Die meisten Arten gelten als anspruchslose Pfleglinge, die auch bei fehlendem grünen Daumen toll wachsen.
  • Bodenbedeckende Pflanzen verdrängen Unkraut.
  • Außerdem helfen sie dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten, da weniger Verdunstung erfolgt.
  • Sie bieten im Winter Kleintieren und Nutzinsekten Schutz vor Kälte.
  • Die Allrounder des Gartens sind pflegeleicht.

Da Boden bedeckende Gewächse das Verdunsten des Wassers im Erdreich deutlich reduzieren, eignen sie sich zur Unterpflanzung von Bäumchen und anderen durstigen Gewächsen.

Bodendecker sind nicht nur Immergrün

Zwar denkt man zunächst an immergrüne Gewächse, doch nicht jede bodenbedeckende Pflanze ist dies. Viele Arten haben buntes Laub oder tragen farbige Blüten, die den Garten zieren.

Hier einige farbenfrohe Bodenbedecker

Rotblättriges Kriech-Günsel – Die Bodendeckerart liebt einen halbschattigen Standort, der am Gewässerrand (z. B. Gartenteichufer) liegt. Von Mai bis Juli bildet sich beim Kriech-Günsel eine tolle blaue Blüte aus, die zusammen mit dunklem Purpur Blattwerk ein Highlight bei der Gartenbegrünung darstellt.

Heuchera brizoides – Dieser Bodendecker ist farbenprächtig und trägt je nach Art limonengrüne, orangefarbene, scharlachrote oder silberweiße Blätter. Die Bodendeckerpflanze kann von Januar bis Mai gepflanzt werden und entfaltet die wunderschöne Glockenblüte im August.

Dreifarbiger Gartensalbei – Er besitzt panaschierte Blätter in vielen verschiedenen Farben. Die Blattfarbe kann von Weiß über Rosa bis hin zu sattem Grün reichen. Als Standort mag der Dreifarbige Gartensalbei einen Sonnenplatz.

Blaue Campanula – Dieses Immergrün entfaltet im Sommer wunderschöne kleine Blüten, die mit blauer Färbung und in Herzform einmal mehr zeigen, dass Bodendecker keine Langweiler im Garten sind. Der Blaue Campanula eignet sich für die bodendeckende Bepflanzung an sonnigen und halbschattigen Standorten. Sogar mit einem Platz im Schatten kommt diese Pflanze sehr gut aus.

Granberries – Zu den unkomplizierten und pflegeleichten Bodendenckern gehören auch Granberries. Die Bodendeckerpflanze bevorzugt einen Sonnenplatz, gedeiht auf sandigem Boden und trägt zwischen August und Oktober leckere Früchte, die entweder im Garten vernascht oder auf Kuchen gelegt und zu Marmelade gekocht werden können. Im Sommer geben die roten Beeren einen tollen Anblick ab; im Winter sind die zarten Blätter mit goldgelber bis rotbrauner Färbung ein Farbklecks im sonst so trostlosen Wintergarten.

Kriechmispel – Die Kriechmispel bildet einen gut geschlossenen Pflanzenteppich, der große Gartenflächen wunderschön ziert oder ein Blumenarrangement zierend umrandet. Sie ist ebenfalls ein unkomplizierter Gartenpflegling, der kaum Ansprüche stellt, auf nahezu jedem Boden prächtig gedeiht und für Hangbepflanzung hervorragend geeignet ist. Die Laubfarbe ist ganzjährig dunkelgrün glänzend. In Mai und Juni bilden sich weiße Blüten aus. Die später heranreifenden Beeren sind leicht giftig.

Dickmännchen / Schattengrün – Bei diesem Bodendecker handelt es sich um ein robustes und anspruchsloses Gewächs, das problemlos mit Halbschatten und Schatten zurecht kommt. Sie kann zur Grabbepflanzung ebenso eingesetzt werden, wie an Standorten unter Bäumen.

Welcher Bodendecker ist der richtige?

Wollen Sie Gartenfläche bodendeckend begrünen und auf Rasen verzichten, müssen Sie, wie bei jeder Pflanze, die Ansprüche des Bodendeckers beachten. Diese sind bei den meisten Bodendenkern gering. Einige Exemplare vertragend jedoch keinen Vollschatten. Besonders wichtig ist die richtige Pflanzenwahl, wenn Sie damit untergrünen wollen. Soll der Boden um einen Baum herum begrünt werden, wird je nach Baumart der Bodendecker nur wenig Sonne abbekommen.

Unterpflanzung von Bäumen mit Bodendeckern

Für die Unterpflanzung von Bäumen eignen sich Bodendecker mit flach verwurzelnden Rhizomen, die sich notfalls auch gegen starke Baumwurzeln durchsetzen können. Das Dickmännchen, welches auf den botanischen Namen Pachysandra terminalis hört, ist beispielsweise eine der klassischen Bodendecker für die Unterpflanzung von Bäumen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Verwurzelung im Erdreich nicht überhand und der Bodendecker nicht den gesamten Garten für sich einnimmt. Mit eingelassenen Rasenkantsteinen lässt sich dies meist unterbinden.

Wenig Pflege bei Bodendeckern notwendig

Wie schon erwähnt sind bodenbedeckende Grünpflanzen äußerst pflegeleicht. Oftmals muss nicht einmal gewässert werden, da die Versorgung durch Regen ausreicht. Unter dem meist dichten Blattwerk hält sich die Erde deutlich länger feucht. Da die Pflanzenarten auch mit kargen Bedingungen kein Problem haben, kann auf Düngen verzichtet werden. Lediglich Rückschnitt und Formschnitt sind gelegentlich notwendig, um Ausbreiten zu verhindern und die Optik schön zu halten.

 

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